Newsticker

Corona-Lage spitzt sich zu: Großbritannien erlässt frühe Sperrstunde für Pubs und Bars
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. The National im Hamburger Stadtpark

10.07.2010

The National im Hamburger Stadtpark

The National im Hamburger Stadtpark
Bild: DPA

Hamburg (dpa) - Top Ten in Deutschland, Platz drei in den USA - das ist mehr als nur respektabel für ein Album von fünf Indierockern, die man vorschnell als sprichwörtliche Ritter von der traurigen Gestalt abtun könnte.

Kein Zweifel, The National zählen zu den Bands der Stunde. Unter Beweis gestellt haben sie das am Donnerstagabend (8. Juli) auf der Freilichtbühne im Hamburger Stadtpark.

Drei Dinge zeichnet das New Yorker Quintett aus, das bei seinem Auftritt von drei Musikern unterstützt wurde, darunter zwei Bläser: hintersinnige und doch eingängige Melodien in Moll, ausgefeilte Arrangements und der dunkle Bariton von Sänger Matt Berninger. Und alle drei präsentierten sie im nicht ausverkauften, aber doch gut gefüllten Stadtpark nahezu in Perfektion.

Dreh- und Angelpunkt war Matt Berninger. Gekleidet in Indierocker-Uniform - Röhrenjeans, dunkles Hemd, Krawatte - stakste er über die Bühne des noch taghellen Open-Air-Geländes. Sichtlich versunken in die Songs, suchte er in den Pausen immer wieder Kontakt zum Publikum. "Wir sind es nicht gewohnt, die Gesichter vor der Bühne so genau zu sehen - aber sie sehen nett aus."

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Ein glückliches Händchen bewiesen The National beim Zusammenstellen ihrer Setlist: Sie konzentrierten sich nicht allein auf das aktuelle Album "High Violet", sondern spielten auch Stücke von den - letztlich spannenderen - Vorgängern. So sorgte "Fake Empire" vom Album "Boxer" für den längsten Applaus - jener Song, mit dem Barack Obamas Team 2008 etliche große Wahlkampfveranstaltungen untermalt hatte.

Einen hervorragenden Eindruck hinterließ auch die Supportband Midlake. Scheint bei The National die musikalische Sozialisation durch Punkrock noch immer durch, geben sich die Texaner dem hin, was vor Punk passierte: dem opulenten, folkig-psychedelischen Rock. Mit mehrstimmigem Harmoniegesang, Querflöte und sage und schreibe vier Gitarren präsentierten sie in weniger als 45 Minuten eine Reise vom puren Wohlklang bis zu Lärmeskapaden à la Neil Young und wieder zurück.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren