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Weimar

30.12.2017

Vergewaltigung: Zeuge hilft nicht, weil er Situation falsch einschätzt

Während eine 31-Jährige am 3. Dezember in Weimar vergewaltigt wurde, schätzte ein Zeuge die Situation offenbar falsch ein und beschwerte sich.
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Als ein Unbekannter zufällig Zeuge einer Vergewaltigung wurde, schätzte er die Situation offenbar falsch ein und beschwerte sich. Nun wird der Mann von der Polizei gesucht.

Während eine 31-Jährige am 3. Dezember in Weimar vergewaltigt wurde, schätzte ein Zeuge die Situation offenbar falsch ein und beschwerte sich. Die Frau wurde auf dem Heimweg vom Kasseturm gegen ein Uhr auf dem Parkplatz vor dem Atrium von einem Unbekannten bedrängt. Nach Angaben der Polizei hat er sie neben der Einfahrt zur Tiefgarage des Atriums ins Gebüsch gestoßen und vergewaltigt.

In diesem Moment kam ein Mann vorbei, der deutlich verärgert sagte: "Muss das denn in der Öffentlichkeit sein." Da er offenbar von einer einvernehmlichen Handlung ausging, lief der Mann weiter. Nun wird er von der Polizei gesucht und gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Weimar zu melden. (AZ)

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Die Diskussion ist geschlossen.

31.12.2017

Die Änderung der Überschrift ist eine sehr gute Reaktion der Redaktion! Guten Rutsch!

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30.12.2017

Derjenige, der bei der AZ diese - in dieser Fassung irreführende -

Überschrift ins Internet gestellt hat, hat von den Unternehmensgrundsätzen

der Mediengruppe Pressedruck

"Wir informieren sie (die Leser) .... mit professioneller journalistischer Qualität ....."

nichts verinnerlicht. Wichtig war wohl vorrangig eine reißerische Schlagzeile.

Gibt es bei der AZ eigentlich so etwas wie eine Qualitätskontrolle?

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30.12.2017

Bitte denken Sie im Moment des Schreibens eines solchen Artikels an das Opfer. Sollte einem tatsächlich an der Aufarbeitung eines solchen Falles gelegen sein, darf man, so meine Meinung, die Überschrift NICHT so wählen.

Ein potentiell wichtiger Zeuge, der in der Artikelüberschrift quasi in eine Mittäterrolle gedrängt wird, hat eine höhere Hemmschwelle sich bei den strafverfolgenden Behörden zu melden.

In Zeiten von clickbait bleibt insbesondere bei solchen Fällen ein ganz hässlicher Nachgeschmack.

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