Newsticker
NRW-CDU wählt Hendrik Wüst zum neuen Parteichef
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. William Shatner fliegt ins All: Captain Kirk soll mit Blue Origin abheben

Blue Origin
13.10.2021

Captain Kirk fliegt dank Jeff Bezos wieder ins All - und zwar wirklich

Die Crew des Raumschiffes USS Enterprise mit William Shatner alias Captain James T. Kirk in der Bildmitte.
Foto: dpa

"Captain Kirk" William Shatner soll am Mittwoch abheben - mit der Raumkapsel "New Shepard". Ach, er wird mit Sehnsucht an sein Raumschiff Enterprise denken.

Tja, Captain Kirk, mal schön den Gürtel enger schnallen. Nix mehr mit unendlichen Weiten, „viele Lichtjahre von der Erde entfernt“, fünf Jahre lang unterwegs mit „seiner 400 Mann starken Besatzung“. Das Jahr 2021 verlangt Kompaktklasse und Kurzstrecke. Das heutige Raumschiff Enterprise heißt „New Shepard“ und bietet maximal sechs Personen Platz, die zehn Minütchen schlappe 100 Kilometer oberhalb der texanischen Wüste herumknattern. Da haben Sie das Wort Computerlogbuch noch gar nicht ausgesprochen – zack, Landung!

Ach ja, und noch was ist anders beim neuerlichen Ausflug an diesem Mittwoch ins All: Er ist real. Nicht James T. Kirk sitzt in der Kapsel, sondern sein jahrzehntelanger Darsteller William Shatner. Der Tourismus-Irrsinn im Weltraum ist ja gerade erst gestartet, Milliardär und Raumschiff-Eigner Jeff Bezos immer für eine Überraschung gut, also darf Shatner im zarten Astronauten-Alter von 90 Jahren an der Sternzeit 81316 schnuppern.

Flug ins All: Warum tut sich William Shatner das an?

Mit Verlaub: Warum tut sich der Mann das an? Der Kommandant ist zum Fahrgast degradiert. Im Gegensatz zur Enterprise wird die „New Shepard“ komplett vom Boden aus gesteuert. In dem Schächtelchen gibt es weder Türen, die sich wie von Geisterhand öffnen (wenn doch, hat Shatner ein Problem), noch einen vertrauenswürdigen Schiffsarzt (Ach, „Pille“ McCoy!).

Die "New-Shepard"-Rakete von Blue Origin soll am Mittwoch mit William Shatner an Bord starten.
Foto: Tony Gutierrez/AP, dpa

Wie überhaupt All-Reisende heute nichts mehr zu melden haben – dem nächsten Deutschen auf der Raumstation ISS, Matthias Maurer, haben die Landsleute aus dem Saarland sogar den Sonntagsbraten und die Internet-Follower die Reisemusik ausgesucht.

Mensch, Kirk, für die zehn Minuten hätten Sie sich auch beamen lassen können.

Lesen Sie dazu auch
Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.