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13.06.2017

Desaster für etablierte Parteien

Präsident Emmanuel Macron mit seiner Frau Brigitte im Wahllokal.
Bild: afp

Macrons Bewegung nicht zu stoppen

Benoît Hamon ist eines der prominentesten Opfer. Nachdem er schon als Präsidentschaftskandidat der Sozialisten bei den Präsidentschaftswahlen mit nur 6,4 Prozent ein historisch schlechtes Ergebnis einfuhr, qualifizierte sich Hamon bei der Parlamentswahl noch nicht einmal für die zweite Runde am nächsten Sonntag. So gehört er zu den vielen Bewerbern der – bislang – etablierten Parteien, die gescheitert sind. Ganz anders die meisten Kandidaten von „La République en Marche“ (REM), der Partei des Präsidenten Emmanuel Macron.

Eine Überraschung ist deren Erfolg nicht. Doch das Ausmaß des Triumphs lässt die Medien wahlweise von einem „Erdbeben“ oder einem „Tsunami“ schreiben. Zusammen mit der Zentrumspartei MoDem als Partner holte REM 32,2 Prozent der Stimmen. Von 577 Sitzen in der Nationalversammlung könnte die junge Partei am Sonntag zwischen 400 und 440 gewinnen. Es wäre nicht nur die absolute, sondern eine überwältigende Mehrheit, mit einer maximal geschwächten Opposition. Die konservativen Republikaner mit ihren Verbündeten rechnen noch mit 80 bis 132 Sitzen, die Sozialisten mit ihren Partnern – darunter Europa Ökologie/Die Grünen – mit 15 bis 25, die radikale Linke hat Aussicht auf 13 bis 23 Sitze und der Front National auf zwei bis fünf. Die Erfolgsserie der Rechtspopulisten wurde abrupt gestoppt.

Mit einer absoluten Mehrheit in der Nationalversammlung hätte der 39-jährige Staatschef die große Chance, seine ehrgeizigen Projekte umzusetzen.

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