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Feinstaub: Der Streit um Grenzwerte ist absurd

Kommentar Von Gregor Peter Schmitz
23.01.2019

Mediziner erheben Zweifel an den Grenzwerten und entfachen die Debatte ganz neu. Nur: Das bringt gar nichts. Denn es müsste um etwas ganz anderes gehen.

Die ganze Welt diskutiert über den Klimaschutz. Die ganze Welt debattiert über die Mobilität der Zukunft. Wir Deutsche machen das anders. Wir diskutieren über Grenzwerte.

Kaum ein Tag vergeht, an dem diese nicht wieder im Fokus stehen. Und meist ist ziemlich klar, wo die Fronten verlaufen, wer welchen Wert instrumentalisiert. Da sind jene, die eine Grenzwert-Mafia im Klimaschützergewand vermuten, welche unbescholtene Autofahrer terrorisieren wolle. Und da ist die Gegenseite, die geltende Grenzwerte für viel zu niedrig erachtet und buchstäblich den Tod aus dem Auspuff an jeder Ampel, an jeder Straßenkreuzung wittert.

Beim Klimaschutz muss es um etwas anderes gehen

Nur: Auf dem Weg zu moderner Mobilität bringt uns dieser absurde Streit keinen Meter weiter. Denn dabei geht es nicht um Grenzwerte, deren genaue Höhe, Sinn und Nutzen immer umstritten bleiben werden. Es muss endlich darum gehen, dass wir als Land mit einer hoch entwickelten und so wichtigen Autoindustrie – und zugleich hoch entwickeltem Klimaschutz-Willen – den Spagat schaffen hin zu einer Mobilität der Zukunft. Dafür braucht es Ideen und Vorschläge. Alles andere ist heiße Luft.

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Die Diskussion ist geschlossen.

24.01.2019

All den Diesel-vernebelten (edit/Ausdrucksweise!), die gerne Äpfel mit Birnen im Hinblick auf, gesundheitsschädliche Emissionen, Meßverfahren und -einrichtungen etc. vergleichen, sei eines ins Stammbuch geschrieben:
Mit Blick auf gesundheitsschädliche Autoabgase, die insbesondere Stickoxide und Kohlendioxide enthalten, gibt es nun mal Gesetze zur Luftreinhaltung, die im übrigen seinerzeit von der Politik in engster Abstimmung mit der Automobil-Industrie erlassen wurden und für die sich die Politik auch von ihren Wählern hat feiern lassen - aus heutiger Sicht wäre es richtiger zu sagen - mit denen die Politik sich Wählerstimmen erschlichen hatte. Und diese Gesetze sind einzuhalten! Basta! Wir leben nun mal in einem Rechtsstaat und nicht in einer Bananenrepublik!
Wenn jetzt allerdings selbst die Politik mit einem Taschenspielertrick die bisherigen gesetzlichen Grenzwerte dehnt, ist das natürlich Wind auf die Mühlen der o.g. Klugscheißer! Und wenn jetzt die Autoindustrie und deren Lobby die Grenzwerte als zu hoch bejammern, dann frage ich mich schon, was habt Ihr denn in Eure Vorlagen für die Politik seinerzeit reingeschrieben?
Und wenn zunehmend interessierte Kreise die durch die einschlägigen Gerichtsentscheidungen zu Diesel-Fahrverboten immer enger werdende Schlinge um die Diesel-Lobbyisten auszuhebeln versuchen mit Hinweisen auf andere, z.T. „schlimmere“ Dreckschleudern wie z.B. Holzöfen/Kamine, Schiffe, Zigaretten und vieles andere mehr, dann ist denen entgegenzuhalten: nur weil noch schlimmere Mörder frei herum laufen, darf man „weniger schlimme“ Vergewaltiger nicht straffrei davon kommen lassen!
Und, last but not least, wenn jetzt CDU und FDP die Überbringer der schlechten, von betrügerischer Autoindustrie und unfähigen Verkehrsministern verursachten Nachrichten, d.h. die verdienstvolle DUH, auf perfide Weise ausschalten wollen, zeigt das nur die Armseligkeit und Dreistigkeit dieser Politiker!
Nebenbei: Auch AKK hat - wie seinerzeit auch Kanzlerin Merkel - ihr Diesel-Wahlversprechen im Saarland gebrochen („keine Fahrverbote!“).
Übrigens, unser Rechtsstaat sieht bewährte Prozesse zu Novellierung von - möglicherweise überholten bzw. unzweckmäßigen - Gesetzen vor. Mir ist nicht bekannt, dass einer der o.g. Klugscheißer einen solchen Prozess angestoßen hätte.

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24.01.2019

Scheuer zur Diskussion über die Berechtigung der aktuellen NoX-Grenzwerte im Zusammenhang mit dem Dieselskandal:
„Der wissenschaftliche Ansatz hat das Gewicht, den Ansatz des Verbietens, Einschränkens und Verärgerns zu überwinden“.
Was Herr Scheuer nicht gesagt, aber auch gemeint hat: „Der wissenschaftliche Ansatz“ hat das Gewicht, die Betrügereien der Automobilindustrie zu legitimieren, die in die Betrügereien der Automobilindustrie verstrickten Politiker zusammen mit der Automobilindustrie reinzuwachsen und „endlich“ wieder die Gesundheitsrisiken der Bürger ggü. dem Gewinnstreben der Automobilindustrie hintanzustellen.

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24.01.2019

Wenn „Experten“ streiten:
Dr.Monsanto: Glyphosat ist gar nicht schädlich!
Dr.Benz/Prof.Diesel: Autoabgase schaden nicht der Gesundheit!
Dr. Marlboro: Rauchen ist gar nicht gesundheitsschädlich!
Dr.Coca Cola: Zucker ist gesund!
Prof.Noelle-Neumann: die Mehrheit ist dafür, wenn nicht, dagegen!
Elemente immer gleicher Diskussionsmuster:
Wer finanziert welche Studie - offen bzw. verdeckt? Wirtschaft hat Priorität vor (Über-)Lebensrisiken, d.h. die Risiko-Träger müssen den Beweis für ein Risiko antreten und nicht die Verursacher den Beweis für Unschädlichkeit.
Heute diese Meldung, morgen jene Meldung:
Z.B. Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP):
Ende 2018: „Studien zeigen, dass Feinstaubbelastung durch Landwirtschaft, Industrie und Verkehr gesundheitsschädlich ist“.
Anfang 2019: 116 Lungenexperten (= 3%) der DGP bezweifeln das!
Faktum ist, dass die Lunge deutlich unterhalb des Gehirns zu verorten ist. Umgekehrt ist es - scheinbar - erst, wenn man sich auf den Kopf stellt. Danach sieht es in diesem Beispiel aus!

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24.01.2019

Wenn dem so wäre, wie uns die Politiker über Dieseldreck vorsagen, müßten alle Augsburger Stadtbewohner über 60 längst alle Tod sein. Wenn man in den Jahren von z.B. 1960 und 1970 einen halben Tag in der Stadt Augsburg war, war die Nase voller schwarzer Rußpartikel, dieses Problem war nach Einführung des Kat verschwunden. Aber siehe da, in Augsburg leben noch die meisten Menschen aus dieser Zeit. Das heißt, die heutigen Maßnahem sind vollkommen übertrieben.

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24.01.2019

Damit haben sie genau meine Meinung getroffen!

Wir verschwenden so viel Energie (und auch finanzielle Mittel!), die viel besser in zukunftsprojekte investiert werden könnten.

Die Grenzwerte sind völlig an den Haaren herbeigezogen. Im Büro sind mehr als die 20 fache komzentartion an Stickoxiden zulässig. Wer einmal eine Zigarette raucht (oder daneben steht), nimmt mehr NOx auf, als er es im ganzen Monat nicht über den Straßen aufnimmt.

E-Mobiliat wäre etwas feines, was die Lebensqualität angeht. Man bedenke die Ruhe, die dann plötzlich herrschen würde! Und dennoch: der Strom kostet in Deutschland ca. 0,00-2,00 Cent/kWh - manchmal ist er sogar negativ. Durch die überstürzte, schlecht organisierte Energiewende kommen da aber so viele Zuschläge und steuern drauf, dass Deutschland mit einem der niedrigsten Netto Strompreisen den zweithöchsten verbraucherstrompreis weltweit erreicht!

Der Strom für E-Autos kostet pro 100km mittlerweile mehr, als wenn man einen sparsamen Diesel fahrt. Von den Anschaffungskosten ganz zu schweigen!

Vor wenigen Tagen haben erst gewisse politische Parteien eine E-Auto Quote gefordert.
Statt diesen Forderungen und Regulierungen könnte man sich mal etwas überlegen, so dass der Konsument selbst den Mehrwert erkennt und freiwillig umstiegt. Ohne gesetzlichen Zwang!

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24.01.2019

Sehr gut! Wann erkennt endlich auch der Letzte in diesem Land, dass er tagtäglich eigentlich nur gegängelt, belogen und betrogen wird? Scheinbar nie, eher das Gegenteil ist der Fall, alles schreit und richtet sich sklavisch nach den Texten die von irgendwo oben kommen. Massen-Masochismus. Es liegt doch ganz klar auf der Hand wer in diesem Staat das Sagen hat. Lobbys und sogenannte Experten, kein Mensch weiß wer sie tatsächlich autorisiert, manipulieren die Massen nach Lust und Laune und die breite Masse glaubt das auch felsenfest was man ihm vorgaukelt. Ja nicht selbst denken, das wäre fatal.
Nur am Rande, so manchem E-Auto-Befürworter werden bei den (künftigen) Strompreisen für seinen fahrbaren Untersatz die Augen übergehen. Es wird keine Alternative mehr geben, denn die Spritkosten werden mehr als proportional mitsteigen. Diese alles beherrschende Branche lässt sich doch nicht so ohne weiteres die Butter vom Brot nehmen.
Eine glückselige Zukunft auf allen Wegen!

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24.01.2019

>> Im Büro sind mehr als die 20 fache komzentartion an Stickoxiden zulässig. <<

Aber nicht in Kindergärten und Schulen...

>>Der Strom für E-Autos kostet pro 100km mittlerweile mehr, als wenn man einen sparsamen Diesel fahrt. <<

Nein - 15-18 KW/h auf 100 Km beim Zoe sind auch bei 27 ct/KW/h deutlich preiswerter als irgendein Diesel-Kleinwagen. Auch mit einem Tesla S kommt man mit 23 KW/h gut weg. Das sind Real-Verbäuche und keine Stromsparwettbewerbe.

Ändert aber nichts am grundlegenden Problem:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/vw-aufsichtsratschef-kleinwagen-werden-erheblich-teurer-15997229.html

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24.01.2019

Peter P.,

Zunächsteinmal, die Einheit kw/h existiert nicht. Ein Akku kann eine gewissen Leistung (in Watt) über eine gewisse Zeit (in Stunden) abgeben -> W*h = Wh

Danke für die Verbrauchswerte, die sind mir bekannt und trotzdem komme ich zu meinem Schluss.

Ich fahre ein BMW 520d, realisitisch mit ca. 5,5l/100km das sind bei den aktuellen Dieselpreisen ca. 6,80-7,00€/100km

Vom Model S sind mir Verbrauchswerte um 25kwh/100km bekannt. Bei 0,30€/kWh (Grundgebühr eingerechnet!) landen wir bei 7,50€/100km

Selbst wenn der Tesla 1-2€ günstiger pro Tankfüllung ist, so kostet er doch knapp 50.000€ mehr bei schlechterer Ausstattung.

Der Zoe ist ein sehr zusammengesparter kleinstwagen (bin ihn selbst schon mal gefahren)
Ein vergleichbaren Kleinwagen (z.B. Smart oder Hyundai i10 können sie locker mit 3,5l Diesel auf 100km betrieben. Wieder kommen wir auf in etwa die selben kosten aber doppelten Anschaffungspreis.

Darüberhinaus steigt unser Strompreis rapide an. Jedes Jahr denkt man sich neu Zuschläge drauf, die die Bundesmetzagentur auch bewilligt.
Zum Vergleich: im Rest der EU kostet der Strom 0,08-0,15€ pro kWh.

Weltweit ist nur Dänemark teurer als wir!

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24.01.2019

>> Vom Model S sind mir Verbrauchswerte um 25kwh/100km bekannt. Bei 0,30€/kWh (Grundgebühr eingerechnet!) landen wir bei 7,50€/100km <<

Ne ist klar, Sie haben Zuhause keinen Strom und beziehen extra wegen dem E-Auto Strom und rechnen dann die Grundgebühr mit ein.

>> Ich fahre ein BMW 520d, realisitisch mit ca. 5,5l/100km <<

Nach kurzer Recherche bei Spritmonitor würde ich mal sagen nie in der Stadt und nie schneller als 120 auf der Autobahn.

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