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Ferdinand Piëch

26.04.2015

Kommentar: Visionär Piëch wird VW fehlen

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Volkswagen AG, Ferdinand Piech, legt sein Amt nieder (Archivbild).
Bild: Marijan Murat (dpa)

Wenn ein Machtmensch einen Kampf verliert, stellt sich oft Schadenfreude ein. Nicht anders verhält es sich bei Volkswagen-Patriarch Ferdinand Piëch.

Mit ein paar Worten pflegte er Topmanager, von denen er nicht mehr überzeugt war, eiskalt abzuservieren. So wollte er es auch mit seinem langjährigen Partner Martin Winterkorn tun, mit dem gemeinsam er VW zu dem gemacht hat, was es heute ist: ein Automobilkonzern auf dem Weg zur Weltspitze.

Ferdinand Piëch hat ein Gespür fürs Geschäft

Sympathisch macht Piëch das nicht. Aber darauf kommt es in der Wirtschaft wenig an. Was zählt, ist Erfolg. Was zählt, sind Arbeitsplätze. Was zählt, sind Visionen. Piëch hatte stets ein Gespür fürs Geschäft. Was ihn treibt, ist eine kompromisslose Leidenschaft für ein Unternehmen gekoppelt mit strategischem Weitblick. Piëch lebt für VW. Für viele ist er VW.

Daher ist sein abrupter Abgang alles andere als positiv für VW. Natürlich hat der Machtkampf dem Milliardenkonzern geschadet. Eine rasche Entscheidung war nötig. Und ja, Piëch hätte die Ablösung klüger anstellen müssen, wenn er Winterkorn nicht mehr für den geeigneten Mann an der Spitze hält. Doch Piëchs Sorge um VW muss ernst genommen werden.

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