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Russischer Regierungschef

03.11.2012

Medwedew würde "Pussy Riot nicht ins Gefängnis stecken"

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew findet, dass Pussy Riot wieder aus der Haft entlassen werden sollten.
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Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew findet, dass Pussy Riot wieder aus der Haft entlassen werden sollten.
Bild: Natalia Kolesnikova Pool dpa

Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew findet, dass die Pussy Riot Sängerinnen lange genug in Haft waren. Ob seine Kritik Putin gefällt?

Dmitri Medwedew, russicher Regierungschef, übt weiterhin Kritik an der Gefängnisstrafe für die Sängerinnen der Punkband Pussy Riot. Medwedews meinung nach seien die Sängerinnen schon lange genug in Haft.  "Wenn ich Richter  wäre, würde ich sie nicht ins Gefängnis stecken", zitierte die  russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Freitag den  Ministerpräsidenten. "Ich denke einfach, dass es nicht richtig ist,  dass sie Haftstrafen verbüßen."

Medwedew will Freiheit für Pussy Riot

Die unlängst in Straflager verlegten zwei Frauen der Moskauer Punkband Pussy Riot sollten aus Sicht von Regierungschef Dmitri Medwedew wieder in Freiheit kommen. Die Aktivistinnen seien nach ihrem Protest gegen Kremlchef Wladimir Putin in einer Kirche genug bestraft worden, sagte Medwedew am Freitag der Agentur Interfax zufolge. "Wäre ich Richter, ich hätte sie nicht zur Haft verurteilt, einfach weil ich es nicht für richtig halte, dass sie durch Freiheitsentzug bestraft werden", sagte der Jurist Medwedew.

Zwei Jahre Lagerhaft für Sängerinnen

Die Pussy-Riot-Mitglieder Nadeschda Tolokonnikowa und Marina Alechina waren im August wegen einer Protestaktion gegen die  Wiederwahl von Präsident Wladimir Putin in einer Moskauer  Kathedrale zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Ein  Berufungsgericht bestätigte die Strafen Anfang Oktober. Medwedew  hatte davor schon eine weitere Haft der Sängerinnen als  "unproduktiv" bezeichnet und für die Umwandlung der Gefängnis- in  eine Bewährungsstrafe plädiert.

Zoff um Pussy Riot

Seither gibt es immer wieder Zoff um die feministische Frauenband. Zum Ärger von Pussy Riot wollte sich die Ehefrau ihres Verteidigers Mark Fejgin die Markenrechte an dem inzwischen international bekannten Namen der Band sichern. Samuzewitsch, die sich vorher schon von dem Anwalt losgesagt hatte, wies darauf hin, dass es zu den Idealen der Punkband gehöre, sich nicht kommerzialisieren zu lassen. Das Patentamt in Moskau lehnte den Antrag jedoch ab, wie Fejgin der Agentur Interfax sagte. Er kündigte an, den Namen in Europa und den USA schützen zu lassen. afp/dpa/AZ

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