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01.12.2018

Niedriglohn für einen vollen Job

Für die Erhöhung des Mindestlohns: VdK-Chefin Verena Bentele.
Bild: dpa

Über vier Millionen Deutsche betroffen

4,2 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in Vollzeit zu einem Niedriglohn. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor. Demnach lagen fast 20 Prozent der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten im vergangenen Jahr unter der bundesweiten Schwelle für den Niedriglohn von monatlich 2139 Euro brutto. Im Osten waren das im vergangenen Jahr 33,6 Prozent, im Westen 16,7 Prozent.

Eine Hartz-IV-Familie mit zwei Kindern verfügt im Schnitt laut Bundesagentur für Arbeit über ein Haushaltsbudget von 2144 Euro. Allerdings sind darin Leistungen für die Kinder mit eingerechnet, die auch Niedriglohn-Beziehern zustehen und zu ihrem Einkommen hinzukämen. Dies berge weiterhin „gewaltigen sozialen und politischen Sprengstoff“, sagte die Linken-Abgeordnete Susanne Ferschl in der Bild-Zeitung.

Auch der Sozialverband VdK Deutschland zeigte sich entsetzt. „Es darf nicht sein, dass immer mehr Menschen trotz Arbeit arm sind und nicht in gesicherten Verhältnissen leben können“, erklärte dessen Präsidentin Verena Bentele. „Wir brauchen wieder gute und fair bezahlte Arbeit für alle. Dazu gehört, dass der Mindestlohn auf über zwölf Euro die Stunde angehoben wird, damit Arbeitnehmer im Alter nicht in Armut rutschen.“ Leiharbeit und Minijobs müssten zurückgedrängt werden. (dpa)

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