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Friedensmission

20.04.2019

UN-Blauhelmsoldat stirbt in Mali

Ein Soldat in Mali mit einem Helm der Vereinten Nationen. Die UN haben ihr Budget für Friedensmissionen um 600 Millionen Dollar gekürzt.
Bild: Michael Kappeler, dpa

Der Soldat sei infolge der Explosion einer Mine oder eines Sprengsatzes gestorben. Die Nationalität ist bislang nicht bekannt. Es soll sich um keinen Deutschen handeln.

Ein UN-Blauhelmsoldat ist im westafrikanischen Krisenland Mali bei einem Angriff auf einen Konvoi getötet worden. Er sei infolge der Explosion einer Mine oder eines Sprengsatzes zwischen Douentza und Boni im Zentrum des Landes gestorben, teilte die UN-Mission Minusma am Samstag mit. Nach einer vorläufigen Bilanz seien vier weitere Blauhelmsoldaten verletzt worden. Eine schnelle Reaktionstruppe sei sofort entsandt worden. 

Die Nationalität des getöteten Blauhelmsoldaten wurde in der Mitteilung nicht genannt. Eine Sprecherin des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr sagte, es handele sich um keinen deutschen Soldaten.

1000 Soldaten der Bundeswehr in Mali beteiligt

Die Bundeswehr beteiligt sich mit rund 1000 Soldaten an der UN-Friedensmission zur Stabilisierung Malis. Der wüstenhafte und weitläufige Norden des Landes dient Milizen und islamistischen Terroristen als Rückzugsgebiet. Sie greifen neben Zivilisten auch einheimische und internationale Streitkräfte an. Die UN-Mission gilt daher als derzeit gefährlichster Blauhelmeinsatz weltweit.

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Zuletzt war die malische Regierung nach Monaten zunehmender Gewalt im Zentrum des Krisenlandes zurückgetreten. Die Gewalt geht zum Teil auch auf ethnische Spannungen zurück, etwa zwischen der Volksgruppe der nomadischen Fulani und sesshaften Bauern.

2012 hatten Islamisten im Norden des Landes zeitweise die Macht übernommen, konnten aber 2013 mit Hilfe des französischen Militärs wieder zurückgedrängt werden. (dpa)

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