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Großbritannien
25.04.2022

Boris Johnson sammelte Strafzettel wie Schneeflocken

Der britische Premierminister Boris Johnson ist nach Angaben des «GQ»-Magazins ein notorischer Falschparker.
Foto: Aaron Chown/PA Wire/dpa

Auch das noch: Der englische Premierminister war einst notorischer Falschparker. Zahlen musste er die Knöllchen nicht.

Der englische Premierminister Boris Johnson ist bekannt als begeisterter Fahrradfahrer, machte als Londoner Bürgermeister den Ausbau des Radwegenetzes zum Herzensprojekt, inszeniert sich noch immer gerne mit Helm und Rennbike. In den guten alten Zeiten aber, als er nur ein bisschen prominent war, schrieb er tatsächlich eine Auto-Kolumne für das Männermagazin GQ. Die Meinungen waren geteilt: Es seien „mehr als 100 unglaublich witzige“ Texte gewesen, sagt der ehemalige Herausgeber Dylan Jones, der Johnson 1999 einstellte. Er sei der mieseste Autojournalist der Welt gewesen, urteilte hingegen die Website Carkeys.co.uk. Sexistisch waren die Texte allemal. Über ein indisches Auto urteilte er im Expertenduktus: „Vielleicht das heißeste Ding aus Bangalore, das nicht mit Poppadoms geliefert wird.“

"4000 Pfund für Knöllchen"

So what, was kümmert das einen heute noch, wo sich viele wünschen, der Mann würde nur Autokolumnen schreiben oder mit dem Rad nach Indien verschwinden? Es liegt an Dylan Jones, der nun in der Sunday Times ausplauderte, durch ständiges Falschparken sei die Kolumne irre teuer geworden: „Ich habe einmal ausgerechnet, dass Boris uns über das Jahrzehnt ungefähr 4000 Pfund durch Knöllchen gekostet hat.“ Die hätten sich „wie Schneeflocken auf der Windschutzscheibe angesammelt“, habe ihm der Kolumnist damals erklärt.

Interessanter aber fast noch dies: Er habe sich gefragt, warum Johnson nie Strafzettel wegen Geschwindigkeitsübertretung bekam, so Jones. Bis er dann dahinter kam: Johnson bewegte die Autos kaum. Parkte falsch, schrieb dann flott. Viel Schnee ist seitdem gefallen, der Mann aber scheint sich treu geblieben zu sein. Kümmert sich nicht um Bußgelder, kommt vielen teurer zu stehen als gedacht. Sein einstiger Auftraggeber aber reut das Engagement nicht. Die Texte seien es wert gewesen...

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