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08.09.2019

Achtung vor minderwertigen Sonnenbrillen

Beim Kauf einer Sonnenbrille sollte man nicht nur auf die Optik achten, sondern auch auf den UV-Schutz.
Bild: Symbolfoto: Anne Wall

Sommermythen:  Bei manchen Modellen werden die Gütesiegel gefälscht. Worauf beim Kauf zu achten ist.

In Urlaubsländern am Strand, aber auch auf Märkten und in Kaufhäusern werden Sonnenbrillen oft zum Schnäppchenpreis angeboten. Die Versuchung ist dann groß zuzugreifen. Aber taugen diese Niedrigpreismodelle etwas, bieten sie ausreichend Schutz vor UV-Strahlung?

Gleich vorweg: Billige Sonnenbrillen müssen nicht unbedingt Ramschprodukte sein. Wichtig ist vielmehr, dass die Brille die CE-Kennzeichnung trägt. Das Symbol garantiert, dass die Brille nicht nur europäischen Normen der Sicherheit entspricht, sondern auch einen guten Schutz vor UV-Strahlen der Sonne bietet.

Der Vermerk „UV400“ bietet Sicherheit

Noch mehr Sicherheit für die Augen biete der Vermerk „UV400“, erklärt Richard Holnsteiner von Optik Grünwald in Königsbrunn. Dieses Gütesiegel verspricht einen perfekten UV-Schutz für Licht bis 400 Nanometer. Der Wermutstropfen: Die Kennzeichnungen werden von keiner staatlichen Stelle geprüft. Zudem können sie leicht gefälscht werden. Der Test sei mit einem sehr großen Aufwand verbunden, weiß Holnsteiner: „Man muss sich daher auf die Angaben des Herstellers verlassen.“ Um sicherzugehen, soll der Käufer die Brille im Fachhandel nachprüfen lassen.

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Optiker können nämlich mit speziellen technischen Geräten feststellen, ob Sonnenbrillengläser qualitativ hochwertig sind. Warum diese Qualität so wichtig ist? Die Durchlässigkeit von UV-Strahlen bei Brillen kann zu ernsthaften Netzhautschädigungen führen. Worin sich die Sonnenbrillen in jedem Fall unterscheiden, sei bei der optischen Qualität der Gläser, verdeutlicht Holnsteiner. „Doch dafür gibt es leider keine Kategorisierung.“

Es lohnt sich, auf Qualität zu achten

In diesem Zusammenhang hat der Optik-Grünwald-Mitarbeiter einige Negativbeispiele bei der Hand: „Billige Sonnenbrillen haben manchmal nur gepresste Folien oder einfachste Gläser, die zu Verzeichnungen, Schwindelgefühl und Kopfschmerzen führen können. Schlechte Sonnenbrillengläser schützen zwar meist vor Helligkeit, nicht aber vor den für die Augen gefährlichen UV-Strahlen. Zudem können in billigen Sonnenbrillen minderwertige oder sogar gesundheitsschädliche Materialien und Stoffe verarbeitet sein.

Von daher lohne es sich, auf Qualität zu achten, zumal jetzt bei vielen Optikern Sonnenbrillen schon im Ausverkauf reduziert seien, so das Fazit von Holnsteiner. Die Fachleute garantieren, dass dann auch preisgünstige Modelle den unbedingt notwendigen UV-Schutz bieten.

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