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Bobingen

23.03.2020

Ärger um Bauarbeiter-Container in Bobingen

Die Wohncontainer auf einem Anwesen in der Sichelstraße werden von den Anwohnern als störend empfunden. Die Genehmigung für die Unterkünfte wurde gerade um zwei Jahre verlängert.
Bild: Elmar Knöchel

Plus Vielen Nachbarn sind sie ein Dorn im Auge: Die Wohncontainer für Bauarbeiter in Bobingen. Immer wieder gibt es Beschwerden wegen Ruhestörung.

Klar: Die Arbeiter, die oft aus ost- oder südeuropäischen Ländern kommen, finden kaum bezahlbaren Wohnraum. Und: Mit der Containerlösung wird die Situation auf dem angespannten Wohnungsmarkt etwas entschärft. Daher wurden diese Container damals für die Dauer von drei Jahren genehmigt.

Immer wieder Ruhestörungen

In der Zwischenzeit, so wurde von der Bobinger Verwaltung mitgeteilt, habe es immer wieder massive Beschwerden von Anwohnern gegeben. Der Hauptgrund: Ruhestörung. Für viele der Bewohner, die einen weiten Weg in die Heimat hätten, wie Barbara Tugemann von der Bauverwaltung erklärte, würde sich die Heimreise an einem normalen Wochenende nicht lohnen. Dann würde die freie Zeit im Container verbracht. Dabei würde es halt dann auch öfters mal laut. Gleichzeitig seien die Anwohner auch nicht gerade begeistert von der Optik der Bauten. Die Wohnqualität würde durch den ständigen Anblick der Container nicht gerade verbessert. Diese seien nun einmal keine Zierde und man bekäme schnell den Eindruck, auf einer Baustelle zu wohnen.

Bobinger Stadtrat ist skeptisch

Aus diesen Gründen stand der Bauausschuss des Stadtrats jüngst der Bitte des Betreibers, die Genehmigung für die Anlage nun nochmals um drei bis fünf Jahre zu verlängern, skeptisch gegenüber. Gleichzeitig sahen die Mitglieder des Stadtrats aber auch das Problem, dass die auf den Baustellen dringend benötigten Arbeiter ja schließlich irgendwo wohnen müssten. Am Ende einigte man sich auf einen Kompromiss. Die Container wurden für zwei weitere Jahre genehmigt. Danach müssen sie endgültig zurückgebaut werden.

Die Stadträte wollten sich auf Empfehlung von Bürgermeister Bernd Müller auf keinen längeren Zeitraum einlassen. Denn man wollte auf jeden Fall verhindern, dass aus der Dauer, die die Container dann gestanden haben, eine Art Gewohnheitsrecht abgeleitet werden könne. Daher die einstimmige Entscheidung, die Genehmigung letztmalig für nochmals zwei Jahre zu verlängern.

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