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Schwabmünchen

10.05.2017

Blaskapellen stellen ihr Können unter Beweis

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Rund 1000 Musiker zeigten bei den Wertungsspielen ihr Können. Hier das Jugendorchester Schwabmünchen mit Dirigent Josef Utz.
Bild: Hieronymus Schneider

Rund 1000 Musiker glänzen bei den Wertungsspielen des ASM-Bezirks 13. Die Juroren achten unter anderem auf Intonation und den musikalischen Gesamteindruck.

In der Stadthalle herrschte am Freitagabend und den ganzen Samstag über ein ständiges Kommen und Gehen von Musikern in ihren Trachten. Instrumente wurden hinein- und wieder herausgetragen. Rund 1000 Musiker in 22 Musikkapellen und Blasorchestern gaben sich ein Stelldichein zu den jährlichen Wertungsspielen des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM).

Der von dem Gennacher Jürgen Weber geführte Bezirk 13 umfasst den Altlandkreis Schwabmünchen mit 23 Musikvereinen und Orchestern. Darin pflegen 1168 Jungmusiker unter 21 Jahren und 754 ab diesem Alter aufwärts ihre Liebe zur Musik. Diese ist die Grundvoraussetzung für den hohen Zeitaufwand, den das Lernen eines Instruments mit sich bringt. Der Spaß am gemeinsamen Musizieren muss im Vordergrund stehen, das betonte Jürgen Weber ebenso wie der Schirmherr, Bürgermeister Lorenz Müller.

Wettbewerbscharakter entsteht

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Die Wertungsspiele sind eine Standortbestimmung über das erreichte Leistungsvermögen, die vor allem für neu aufgebaute Jugendkapellen wichtig ist. In den Mittel-, Ober- und Höchststufen entsteht durch die Bewertungsrichter ein Wettbewerbscharakter. Die Juroren halten ihre Täfelchen wie beim Eiskunstlauf gleich nach der Darbietung in die Höhe. Andreas Rest, Kassenverwalter des Musikbezirks und Schwabmünchner Stadtrat, stellte die Ergebnisse auch sofort auf der Homepage des ASM online.

Die Bewertung erfolgte nach zehn Kriterien: von der Intonation und Stimmung bis zum musikalischen Gesamteindruck. Für jedes Kriterium konnten zehn Punkte vergeben werden, die dann durch die Anzahl der gespielten Stücke und die Zahl der Juroren geteilt wurden. Maximal kann die Bewertungszahl 100 erreicht werden. Jürgen Weber stellte mit Stolz fest, dass kein Ensemble unter 80 Punkten blieb. Somit haben alle mindestens mit „sehr gutem Erfolg“ abgeschnitten. Elf Ensembles erreichten mit über 90 Punkten sogar den „ausgezeichneten Erfolg“.

Bezirkssieger wurden in verschiedenen Klassen ermittelt

Die Bezirkssieger wurden in verschiedenen Klassen ermittelt. In der Grundstufe erreichte das Jugendensemble Langerringen mit Dirigent Christian Mayr mit 93,2 die höchste Punktzahl. Ihre Nachbarn aus Gennach-Lamerdingen machten es ihnen in der Unterstufe nach. Bei der Mittelstufe wurden die Schwarzachtaler aus Waldberg Bezirkssieger.

In der traditionellen Musik wurden die Titel in der schweren Klasse an die Stadtkapelle Bobingen und in der mittleren Klasse an die Musikkapelle Mickhausen vergeben.

Die Höchststufe repräsentierten nur die Schwarzachtaler aus Waldberg ohne Konkurrenz. Dafür boten sie zum Abschluss der Wertungsspiele mit den „Armenian Dances“ und „The Wind in the Willows“ einen musikalischen Hochgenuss, der mit 94,2 Punkten belohnt wurde.

Außerhalb der Bezirkskonkurrenz nahmen Gastkapellen aus Geretshausen, Baar, Binswangen, Krumbach, Dasing und Mundingen teil. Die Mundinger Musikkapelle aus „dem anderen Schwaben im Ulmer Landkreis“, wie Bürgermeister Müller sagte, gestaltete auch das Abschlussfest mit der Preisverleihung.

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