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06.02.2015

Comic-Figuren schlüpfen ins Leben

Eine der Zeichnungen in der Manga-Ausstellung im Königsbrunner Rathaus.
3 Bilder
Eine der Zeichnungen in der Manga-Ausstellung im Königsbrunner Rathaus.
Bild: Sabine Hämmer

Junge Manga-Zeichnerinnen stellen ihre Werke oft auch mit Kostümen nach. Auftakt zu einer Ausstellung im Rathaus

Typische japanische Comicfiguren sind derzeit im Foyer des Rathauses zu betrachten – am Mittwochabend bewegten sich einige von ihnen auch im Sitzungssaal. Den Jugendliche, die sich den sogenannten Mangas verschrieben haben, und diesen Zeichenstil in der Jugendgruppe des Königsbrunner Künstlerkreises (KKK) üben, ahmen ihre Figuren oft auch gerne im richtigen Leben nach.

„Cosplay“ nennt sich dieses Hobby, man könnte es mit „Kostümspiel“ übersetzen. Die Jugendlichen sind dann bemüht, einen Charakter aus Manga, Computer-Spiel oder Film möglichst originalgetreu darstellen. Zu diesem Kulturevent gibt es dann natürlich auch noch Sushi-Kreationen – und für Neulinge auch die Chance, in den Manga-Kult hineinzuschnuppern.

„Einige der detailliert dargestellten Figuren erinnern mich an die eigene Kindheit“, bemerkt Kulturreferent Christian Toth. Er dankt dem Leiter der Jugendgruppe, Klaus-Peter Glaser, für sein Engagement als Betreuer der Jugendgruppe sowie Kulturbüroleiterin Ursula Off-Melcher, die mit Mitarbeiterin Jessica Nowak die Ausstellung organisiert hatte. „Seit zehn Jahren belebt die Manga-Bewegung nun schon unseren Künstlerkreis und erfreut sich bei der Jugend nach wie vor großer Beliebtheit“, stellt Glaser fest. Sie steht weiter für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren offen.

Begeistert erklären die stilecht verkleideten Manga-Malerinnen interessierten Gästen ihre farbenfrohen, fantasievollen Bilder. „Die sind nicht nur perfekt ausgearbeitet, sondern spiegeln oft auch das Seelenleben der jungen Künstlerinnen“, stellt Norbert Schwalber nach dem Bummel durch die Ausstellung fest. Seine Frau Giesel, ein Stammgast der Manga-Ausstellungen, bemerkte heuer auffallend viele „Beziehungsbilder“, auf denen Wesen mit besonders ausgeprägte weibliche Formen mal glücklich, mal überrascht dreinblickend. „Die spiegeln den Reifeprozess der mittlerweile jungen Damen wieder“, glaubt sie.

Vivian Christophel zählt mit 19 Jahren zu den ältesten Ausstellerinnen. Vor vier Jahren entdeckte sie in der Jugendgruppe meine Freude am Malen und arbeitet jetzt als Mediengestalterin in einem kreativen Beruf. „Vielleicht möchte ich später noch Kunst studieren“, erzählt sie.

Erste Malversuche starteten die Freunde, Ramona, Jamila und Michael, die sich zum Event ein sogar selber ein Buch mitgebracht haben, aus dem sie Vorlagen auswählten. Die 2. Bürgermeisterin Barbara Jaser, Christian Toth und Ursula Off-Melcher, sind beim Blick über deren Schultern überrascht, welch gute Ergebnisse die Neulinge zu Papier bringen. Büchereileiterin Melanie Sappl hat zudem Manga-Literatur aus der Stadtbücherei mitgebracht.

ist die Ausstellung bis Mittwoch, 18. Februar, zu den Öffnungszeiten des Rathauses (Montag bis Freitag von 8 bis 12.30 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr).

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