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Bobingen

18.10.2017

Das erste Musical und dann gleich die Hauptrolle

Beim Bobinger Musicalprojekt ist Daniel Mraseks musikalisches Talent gefragt. Er singt die Hauptrolle, den Moses.

Für die Kinderkulturtage in Bobingen inszeniert Tobias Burann-Drixler ein Bibelstück. Der Bezug zu heute ist deutlich.

Musikalisch war Daniel Mrasek schon immer. Er sang bei der Gruppe „Joyful Voices“ mit und ist im Ensemble von „Greg is back“ mit dabei. Doch nun betritt der 22-Jährige für sich musikalisches Neuland. „Bei einem Musical habe ich noch nie mitgewirkt“, gibt er zu. Und dabei wartet auf ihn gleich die Hauptrolle im Musical „Moses“, das am 4. und 5. November im Rahmen der Kinderkulturtage in Bobingen aufgeführt wird.

Hauptrolle für Student aus Bobingen

Bei einem Casting sang Mrasek für die Rolle des Moses vor. „Thinking out loud“ von Ed Sheeran und ein Solostück aus dem Musical: „Voller Ehrfurcht“. Bobingens Kulturpreisträger und Kirchenmusiker Tobias Burann-Drixler, der die musikalische Leitung des Stückes innehat, hatte ihn dazu eingeladen. Bald war klar: Daniel Mrasek wird den Moses spielen.

„Das Singen ist für mich kein Problem“, schätzt er sich ein. „Aber das Schauspielerische macht mich nervös.“ Darin habe er überhaupt keine Übung. „Aber ich hoffe, das kommt mit der Zeit.“

Bei der jüngst verbrachten Probenwoche jedenfalls klappte es schon recht gut. Auch wenn Mrasek einiges an Text dafür lernen musste. „Ich war sehr positiv überrascht, dass die vielen Kinder, die bei dem Musical mitwirken, während der Proben lange Zeit richtig still sein konnten und sich sehr auf ihren Text und ihre Einsätze konzentriert haben“, sagt der Student für Lehramt an der Realschule in den Fächern Musik und Mathematik. Insgesamt mache es bisher sehr viel Spaß mit den Leuten. „Da spiele ich gern mit“, meint Daniel Mrasek und schwärmt: „Der Tobi (Tobias Burann-Drixler) hat es musikalisch einfach echt drauf.“

Ein Talent an vielen Instrumenten

Spaß mache es ihm auch, mit Alonja Weigert, die Moses Ehefrau Zippora spielt, zusammenzuarbeiten. „Bisher hat alles recht gut funktioniert, aber vor der Aufführung bin ich doch recht nervös“, gesteht der junge Mann, der in seiner Freizeit und fürs Studium Klavier, Gitarre, Bass und ein wenig Okulele spielt. „Ich habe große Angst, dass ich meinen Text wieder vergesse. Zum Glück habe ich noch Zeit zum Lernen.“

Auch Moses war auf der Flucht

Mrasek, der in der evangelischen Kirche lange als Jugendmitarbeiter tätig war, findet das Musical toll. „Ein Besuch von „Moses“ lohnt sich wirklich“, schwärmt er. „Die Lieder sind richtig „catchy“, also echte Ohrwürmer und in ganz unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen. Da ist für jeden was dabei: Rock, Reggae und natürlich auch Balladen.“

Gerade für Kinder sei die Bibelgeschichte von Moses natürlich sehr passend, aber auch Erwachsene dürften von dem Stoff und seiner Umsetzung begeistert sein, schätzt der Hauptdarsteller. „Das Thema hat ja auch einen aktuellen politischen Bezug: Wir haben Flüchtlinge hier.“ Das zeige, dass Bibelgeschichten auch tatsächlich passieren könnten. „Auch wenn sich vor allem Kinder kaum vorstellen können, dass ein Mann ein ganzes Volk dazu bringen kann, mit ihm aus der Sklaverei zu fliehen.“ Trotzdem gebe es viele aktuelle Bezüge. Und daneben verspricht das Musical „Moses“ seinen Besuchern einen unterhaltsamen und ergreifenden Abend, so Mrasek.

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