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Konzert

10.04.2015

Der Stoff, aus dem die (Musik-)Träume sind

50 Musiker der großen Kapelle sowie rund 20 Musiker der Jugendkapelle traten auf.

Die Musikkapelle Schwabegg brilliert bei ihrem Auftritt in der Schwabmünchner Stadthalle

Das Konzert der Musikkapelle Schwabegg am Ostersonntag in der Schwabmünchner Stadthalle ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Feiertage. Marsch, Musicals, Film- und Fernsehmelodien stehen auf dem sehr anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programm. Vom Veteranen-Marsch bis zu einem Medley aus dem Musical „Miss Saigon“, vom Liebeslied „Bésame Mucho“ bis zu Melodien aus dem Kultfilm „Dances with Wolves“ (Der mit dem Wolf tanzt) spannten jetzt 50 Musiker der großen Kapelle sowie etwa 20 Nachwuchsmusiker der Jugendkapelle den Bogen.

Das grandiose Programm und die brillante Darbietung der Kapellen ließ das Publikum fast vergessen, dass sie in der Stadthalle und nicht in einem großen Konzerthaus saß. Zum Auftakt zeigte die Jugendkapelle unter der Leitung von Siegfried Mayer, was sie kann. Und das ist ohne Frage beachtlich. Der Nachwuchs begeisterte mit anspruchsvollen Stücken wie „How to train your Dragon“ einem „Wickie“-Medley sowie „Celtic Crest“ des zeitgenössischen Komponisten Christoph Walter. Natürlich gab es auch eine Zugabe.

Äußerst frisch und energiegeladen – im Gegensatz zum Titel – ließ die große Musikkapelle unter der Leitung von Norbert Mayer den „Veteranen Marsch“ von Ernst Mosch und Frank Pleyer erklingen. Die aufbrausende, sehr anspruchsvolle Komposition „Nuclear Power“ von Otto M. Schwarz hat von den Musikern viel verlangt – und sie meisterten die Herausforderung mit Bravour. Das imposante Auftragswerk beschreibt die größten atomaren Unfälle unserer Zeit und führt über dramatische Elemente zu einer möglichen Zukunft – ohne die Gefahren der Atomkraft.

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Wer kennt das Musical Miss Saigon nicht? Die Schwabegger Musiker haben einige der unvergesslichen, emotionalen und bewegenden Szenen musikalisch dargestellt – und hielten für das Publikum vorsichtshalber auch Taschentücher bereit. „Hindenburg“ von Michael Geisler, ein weiteres Glanzstück im Programm, erinnerte an eines der größten jemals gebauten Luftfahrzeuge. Die Jungfernfahrt des Zeppelins (benannt nach dem deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg) wurde im Mai 1937 bei der Landung in Lakehurst, New Jersey (USA) zerstört, als sich die Wasserstofffüllung entzündete. 36 Menschen kamen dabei ums Leben. „Bésame Mucho“ von Consuelo Velázquez, ein berühmtes und in unterschiedlichen Musikstilen interpretiertes Liebeslied der neueren Musikgeschichte, Melodien aus dem Kultfilm „Dance with Wolves“ sowie „Led Zeppelin on Tour“, eine Hommage an die Pionieren des Hard Rock, dokumentierten die fast unendliche, facettenreiche Breite der Blasmusik – und wie großartig diese Vielfalt wiedergegeben werden kann.

Mit dem stimmungsvollen Konzertwerk „A Klezmer Karnival“ von Philip Sparke, das unterschiedliche traditionelle Klezmer-Melodien verarbeitet und eine eigene Mischung aus Fröhlichkeit und Melancholie verbreitet, ging das Osterkonzert voll glänzend gewebtem Stoff, aus dem die (Musik-)Träume sind, zu Ende.

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