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31.07.2010

Diesmal ganz nah ran an die Musiker

Karl-Heinz Steffens: Musikalischer Leiter Friedberger Musiksommer. Foto: Kiermeyer
Bild: Kiermeyer

Friedberg Trotz seiner Doppelbelastung als Generalmusikdirektor in Halle und in Ludwigshafen bringt Karl-Heinz Steffens immer noch eine Menge Energie auf für "sein" Festival - den Friedberger Musiksommer. Er ist nicht nur als künstlerischer Leiter und Dirigent engagiert. In Friedberg bietet sich auch die mittlerweile immer seltenere Gelegenheit, ihn als Weltklasse-Klarinettisten zu erleben. Gemeinsam mit dem Organisationsteam der "Bürger für Friedberg" verspricht Steffens vom 5. bis 8. August interessante musikalische Tage. Wir haben mit ihm über den bevorstehenden Musiksommer gesprochen.

Sie stehen vor dem neunten Friedberger Musiksommer - hätten Sie daran gedacht, dass sich das Festival so entwickelt?

Steffens: Am Anfang unserer Musiksommer-Zusammenarbeit hatte ich vollmundig von "mindestens zehn Jahren" getönt. Heute im neunten Jahr nach all den vielen Konzerterlebnissen und all den großen Veränderungen auch in meinem persönlichen Leben kann ich nur dankbar sein, dass die "Zehn" in so greifbare Nähe gerückt ist.

Dieses Jahr ist die Situation wegen der Sperrung der Stadthalle und des Schlosses erschwert, wie haben Sie darauf reagiert?

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Steffens: Schloss und Stadthalle waren ja immer zentrale Spielorte, gerade das Schloss mit seinem ungeheuren Charme. Hoffentlich kann Friedberg das bald in Ordnung bringen, denn allzu viele spektakuläre Spielorte haben wir ja nicht in der Stadt und da fehlt das Schloss doch sehr. Wir lassen uns aber nicht entmutigen und gehen zum ersten Mal nach Afra in die schöne kleine Wallfahrtskirche und wir spielen einen richtigen "Musikmarathon" in der kleinen Turnhalle, also da, wo wir immer proben. Also"zurück zu den Wurzeln - ganz nah ran an die Musiker.

Auf was können sich die Musikfreunde heuer besonders freuen?

Steffens: Dieses Mal wird es einen ganz engen Kontakt zwischen Publikum und Musikern geben. Ich habe ja wieder eine gute Mischung aus Alt-Friedberger Gaststars und neuen Gesichtern ausgewählt. Christine Gloger, Grande-Dame des Berliner Theaters, wird uns zu den Konzerten mit ausgewählten Texten erfreuen und in Schönbergs Nachtstück "Pierot Lunaire" in die fantastisch-poetische Welt des Fin de Siècle eintauchen. Ob Star-Trompeter Reinhold Friedrich, die junge Sopranistin Felicitas Fuchs oder unsere Friedberger-Berliner Jazzformation, es wird wieder ungewöhnlich vielfältig und spannend. Wir sehen altbekannte Freunde in großen Kammermusikwerken wieder und durchmessen gemeinsam drei Jahrhunderte Musikgeschichte.

Mit Reinhold Friedrich kommt ein Weltklassetrompeter nach Friedberg. Wie ist Ihnen gelungen, ihn für das Festival zu gewinnen?

Steffens: Reinhold und ich wollten immer schon einmal zusammenarbeiten. Dass er sich in diesem Jahr trotz einiger wichtiger Verpflichtungen beim Festival in Luzern freimachen konnte, freut mich ganz besonders.

Wie immer die Schlussfrage: Sie haben drei Wünsche für diesen Musiksommer offen, und die sind …

Steffens: Ich wünsche mir dasselbe enthusiastische und wissbegierige Publikum wie jedes Jahr. Ich wünsche mir viel Spaß bei der Erarbeitung eines sehr anspruchsvollen Programms und schließlich uns allen vier lebendige und animierende Tage. (FA) "Seite 5

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