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Kultur

16.12.2015

Ein Schlösschen voller Adventsmusik

Auch der gemischte Chor „Il Canzoniere“ zeigte im Unteren Schlösschen seine Freude am Singen. Im Laufe des Abends sang dann selbst das Publikum.
Bild: Peter Haug

Das Musikinstitut Piano & Voice schafft in Bobingen einen Hort von Musik, Markt und geselligem Miteinander

Das Untere Schlösschen in Bobingen stand zum dritten Advent ganz im Zeichen von weihnachtlicher Musik. Mehr als 50 Angehörige des Musikinstituts Piano & Voice präsentierten in drei Veranstaltungsblöcken vor dem zahlreich erschienenen Publikum ihr Weihnachtsrepertoire, das sie in den Wochen zuvor in vielen Proben bis zur Aufführungsreife geschliffen hatten.

Zu Beginn stellten die jüngsten Musiker ihr Können im Runden Saal im Obergeschoss unter Beweis. Die drei Kinderchöre „Singfrösche“, „Kids“ und „Juniors“ ließen durch populäre Stücke von Detlev Jöcker die junge Seite der Adventsmusik erklingen. Andere Schülerinnen verzauberten die Zuhörer mit zarten Solopartien, und Klavier- und Flötensolisten führten traditionelle Lieder wie „Ihr Kinderlein kommet“ und „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ auf.

Einen Höhepunkt bildete nach einer kurzen Pause mit Punsch, Crêpes, Bratwurst und einem Stöbern auf dem kleinen Adventsbasar der zweite Programmpunkt: Alle Anwesenden waren aufgefordert, gemeinsam unter Klavier- und Querflötenbegleitung bekannte Weihnachtslieder zu singen. Stefanie Fersch, Leiterin von Piano & Voice, ermunterte die Gäste herzlich dazu: „Es geht gar nicht darum, ganz perfekt die Töne zu treffen“, betonte sie. „Wir wollen einfach diese alte Tradition pflegen, das Miteinander genießen und die schönen Lieder durch das Schlösschen schallen lassen.“ Der daraufhin einsetzende weithin tragende Gesang aus über hundert Kehlen vom Kleinkind- bis ins Seniorenalter bescherte so manchem Besucher eine Gänsehaut.

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Das festliche Ambiente des barocken Saals mit Kerzenlicht und Weihnachtsdekoration schuf für das gemeinschaftliche Musizieren einen prächtigen Rahmen. Für die anwesenden Männer hatte sich Fersch eine besondere Aktion einfallen lassen: Vor dem Lied „Jingle Bells“ erläuterte sie den Laiensängern eine leichte Basslinie, die den Gesang der Frauen und Kinder harmonisch untermauerte. So mancher der Herren musste sich ein wenig überwinden, den Sitzplatz gegen eine Position neben dem Flügel einzutauschen, doch ließ sich das Ergebnis wirklich hören. „Vielleicht bekommt ja so der eine oder andere Mann doch noch Lust dazu, mehr zu singen“, erklärte die Stimmbildnerin und studierte Sängerin Fersch. „Dabei denke ich auch an unsere Erwachsenenchöre: Sowohl unser ‚Il Canzoniere‘ als auch das kleinere Vokalensemble brauchen Verstärkung im Bass und Tenor.“

Der dritte Programmblock, in dem vor allem die fortgeschrittenen jugendlichen Sängerinnen und die Erwachsenenchöre ihr Können zeigten, fand im Erdgeschoss des Schlösschens statt. Die Zuhörer saßen auf der von Windlichtern erleuchteten Holztreppe oder tranken ein Glas Punsch an einem der Stehtische und lauschten dabei unter anderem dem mehrstimmigen „Hallelujah“ von Leonard Cohen, der romantischen Pop-Ballade „December again“ und César Francks „Panis angelicus“ aus dem 19. Jahrhundert. Als gegen 20 Uhr die Zugabe „Feliz Navidad“ durch die Gänge fetzte, stimmten wieder viele Gäste mit ein, schnipsten im Rhythmus und ließen sich für den Nachhauseweg noch einen beschwingten Takt mitgeben. Die Mischung aus Markt, Musik und gemütlichem Beisammensein hatte Musikern und Gästen ein paar entspannte und festliche Stunden im stilvollen Ambiente des Schlösschens beschert. (pha)

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