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Kleinaitingen

27.11.2018

Ein Schrei lässt das Publikum zusammenzucken

Das Schlussbild der Komödie „Pension Pleitegeier“: (von links) Michael Brzeski, Tamara Prade, Wolfgang Rueß (verdeckt), Rupert Fiehl, Marion Fleischer, Hubert Voth und Marietta Turner.
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Das Schlussbild der Komödie „Pension Pleitegeier“: (von links) Michael Brzeski, Tamara Prade, Wolfgang Rueß (verdeckt), Rupert Fiehl, Marion Fleischer, Hubert Voth und Marietta Turner.
Bild: Michael Lindner

Dass Kniebeugen gefährlich sein können, zeigt Michael Brzeski bei der „Pension Pleitegeier“ in Kleinaitingen. So verlief die Premiere der Komödie.

Eine gelungene Premiere erlebten die rund 150 Zuschauer in der Kleinaitinger Lechfeldhalle bei der Komödie „Pension Pleitegeier“. Dabei war Bürgermeister Rupert Fiehl, der sowohl eine kleine Nebenrolle als auch die Spielleitung zusammen mit Marietta Turner innehatte, kurz vor dem Auftritt nervös. Bei der Generalprobe soll es im dritten Akt nicht nach Wunsch verlaufen sein, weshalb kurzerhand eine zusätzliche Probe eingeschoben wurde. Bei der Premiere lief aber alles wie am Schnürchen; bereits in der ersten Pause war von vielen Gästen Lob über die schauspielerische Leistung zu hören. Einige Eckpunkte zum Stück:

Ein Schrei ist der Aufreger des Abends

Michael Brzeski spielt die Hauptrolle Ignaz Mair, der die schon seit langer Zeit flügellahme Pension Goldener Adler leitet. Bewundernswert ist dabei seine Wandlungsfähigkeit: Mal ist er gebrechlich, dann frisch verliebt und vermeintlich agil. Während er eine Kniebeuge vorführt, um seine Sportlichkeit zu beweisen, fährt es ihm in den Rücken und ein lauter Schrei lässt (fast) alle Zuschauer in der Halle zusammenzucken. Und auch sonst überzeugt Brzeski bei seinen mehr als 250 Einsätzen: Der von Existenzsorgen geplagte, trauernde Witwer geht unter die Haut, seine teils derben Sprüche über das „Fallobst“ seiner Angestellten sorgen für Dutzende Lacher.

Hubert Voth ist der Jubilardes Abends

Hubert Voth brilliert in einer Doppelrolle als Postbote und Gerichtsvollzieher. Als Vorzeigebeamter muss er auf der Bühne allerlei Spott über sich ergehen lassen. Dabei fürchtet er sich vor mehreren Dingen: den Kussattacken von Kreszens Misterer (gespielt von Marion Fleischer) und der Beamtenhölle. In diesem riesigen Hamsterrad müssen Beamte den ganzen Tag rennen und Anträge bearbeiten – und zwar ohne Aufschub. Als Belohnung für seinen tollen Auftritt erhält Voth nicht nur viel Applaus, sondern es wird für ihn auch noch gesungen: Er feierte bei der Premiere seinen Geburtstag.

Ein Schrei lässt das Publikum zusammenzucken

Uschi Meyer ist die „Arbeitslose“des Abends

Uschi Meyer war an diesem Abend der „Flüstergeist“, sprich die Souffleuse. Da alle Darsteller äußerst textsicher waren, musste Meyer kaum eingreifen und konnte das lustige Treiben relativ entspannt verfolgen.

Inhalt der Pension Pleitegeier

Der Goldene Adler ist von der Insolvenz bedroht. Der Sohn des Besitzers, Florian, und dessen Freundin Susanne Nothelfer möchten Ignaz Mair unter die Arme greifen, bevor die Konkurrentin Kunigunde Neubauer, die bereits fünf Ehemänner „überlebt“ hat, das Geschäft übernimmt. Die Angestellte Kreszens Misterer versucht währenddessen, den Gerichtsvollzieher Hannes zu verführen, während sein Bruder Sepp sie mit Hasstiraden attackiert.

Weitere Aufführungen

Wer die zahlreichen Witze live erleben möchte, kann die Komödie noch am Freitag, 30. November, und Samstag, 1. Dezember, jeweils um 19.30 Uhr sowie am Sonntag, 2. Dezember, 14.30 Uhr, ansehen. Der Eintritt beträgt sieben Euro, Kinder bis 14 Jahre zahlen vier Euro. Kartenvorverkauf von 17.30 bis 19.30 Uhr unter Telefon 08203/9493000 oder per E-Mail an ticket@dorftheater.eu.

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