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Bobingen

28.08.2015

Ein Zahnarzt zieht in die ehemalige Brauerei in Bobingen

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Noch ist das Gebäude eingerüstet, im Hof stehen die Autos der Baufirmen und es wird eifrig gearbeitet.
Bild: Ingeborg Anderson

Im Oktober will Bernhard Bauer im Kirchbräugebäude in Bobingen seine Praxisräume eröffnen. Auch Wohnungen entstehen.

Noch ist das Gebäude eingerüstet, im Hof stehen die Autos der Baufirmen und es wird eifrig gearbeitet. 18 Jahre stand es leer, war ungenutzt. Aber bald wird der markante architektonische Akzent im Zentrum wieder mit Leben erfüllt sein. Im Oktober wird Zahnarzt Bernhard Bauer, der bisher in der Bahnhofstraße praktizierte, hier, im ehemaligen Kirchbräu, seine Praxisräume eröffnen.

„Ich mag historische Gebäude und ich habe mir schon lange gewünscht, hier meine Praxis einzurichten“, erzählt er. Als nach langen Verhandlungen 2013 mit dem Umbau begonnen wurde, sicherte er sich das Erdgeschoss und erfüllte sich damit diesen Wunsch. Und natürlich interessierte es ihn, wie das Gebäude von innen aussah. So fotografierte er die alte Brauerei-Technologie, die bald für immer verschwinden würde – die Sudkessel, die Mälzerei und die Vorrichtungen zur Getreidedosierung. Später auch die entkernte Gebäudehülse.

Es soll neun Wohneinheiten im Haus geben

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Innen ist jetzt noch zu erkennen, wie die historischen Ziegelmauern freigelegt sind und bald mittels Metallgerüsten verblendet werden. Bernhard Bauer bedauert, dass beim Umbau nicht historische Elemente in die Gestaltung einbezogen wurden. In seinen künftigen Praxisräumen zeigt er auf einen Pfeiler. „Darin verbirgt sich eine der historischen Gußeisensäulen“, sagt er.

Wer noch hier einziehen wird, weiß er nicht. Nur, dass es neun Wohneinheiten geben wird.

In Bobingen ist man einhellig der Ansicht, dass es wichtig war, dieses markante Gebäude im Zentrum, das seit mehr als 100 Jahren die Skyline der Singoldstadt mitprägt, in seinem äußeren Erscheinungsbild zu erhalten. Viele Erinnerungen knüpfen sich an das Gebäude. Etwa an die daneben gelegene Gaststätte Deuringer, in deren Hof von 1951 bis 1958 das Bierzelt zum Laurentiusmarkt stand. Oder an das weithin begehrte Weizenbier, das Braumeister Rudolf Niebauer hier ab 1966 braute.

Zusammen mit den gegenüberliegenden neuen Gebäuden wird der Kirchbräu künftig wieder zum positiven Erscheinungsbild des Bobinger Zentrums beitragen.

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