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Scherstetten

13.03.2018

Ein amüsantes Menü für die Lachmuskeln

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An das bittersüße Leben der Reichen müssen sich die Freunde Manfred und Max alias Matthias Deschler (links) und Armin Kraus noch gewöhnen.

Die Schloßbergbühne Scherstetten begeistert mit Kaviar und Hasenbraten.

Am Ende kommt die Rechnung – und die ging auch in diesem Jahr wieder vollkommen für die Schloßbergbühne Scherstetten mit ihrem neuen Stück „Kaviar und Hasenbraten“ auf: Ein begeistertes Publikum belohnte die Hobbymimen mit lang anhaltendem Applaus, bis sogar Armin Kraus augenzwinkernd abwinkte: „Ja sagt´s mal, wollt´s ihr gar nicht heim, oder was?“. Wer allerdings diesen Lachmuskelschmaus jetzt noch sehen möchte, braucht Glück: Es gibt nur noch vereinzelte Restkarten – alle Veranstaltungen sind praktisch ausverkauft.

Ein Geschehen voller Komik

Es ist wieder angerichtet: Die Scherstetter Schloßbergbühne hat auch in diesem Jahr wieder ein Stück auf die Bühne gebracht, das vor Komik und Witz nur so strotzt.

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„Kaviar und Hasenbraten“ von der Autorin Regina Rösch bietet den Künstlern viel Freiraum, sich richtig auszutoben und man merkt es von der ersten Minute an, dass alle unglaublichen Spaß auf der Bühne haben. Diese Heiterkeit überträgt sich dann auch ziemlich schnell aufs Publikum und eine Lachsalve jagt die nächste.

Wie man Reichtum versteckt

Die turbulente Komödie spielt im Haus der Familie Steiner, die von permanenten Finanzproblemen geplagt ist. Regelmäßig wird der Strom abgestellt, das Heizöl geht aus und während der Hausherr Max am Tisch sitzt und Mahnungen sortiert, ist seine Frau Elvira im Ort unterwegs, um Kartoffeln oder Salat für das Abendessen auszuleihen. Da schreckt Max auch nicht mal davor zurück, seinen besten Freund Manfred um einen Hasen zu erleichtern. Bei einem Herrenabend ist dann plötzlich Rettung in Sicht. Ein Kumpel der beiden, „Klunker-Ede“ stirbt im Gefängnis und hinterlässt ihnen sein Vermächtnis.

Mit bemerkenswerter krimineller Energie geht es nun daran, den ungewohnten Reichtum nicht nur vor dem Dorfpolizisten Rudolf (Dieter Schmittner) und seiner sehr neugierigen Frau Waltraud oder zwei ominösen Feriengästen (Frank Schrettle, Manuela Heckl) zu verstecken, sondern auch vor den beiden Ehefrauen.

Armin Kraus (Max) und Matthias Deschler (Manfred) glänzen hier als kongeniales Paar, das teilweise nur mit sensationeller Gesichtsmimik und Witz immer wieder für Lacher sorgt. Natürlich läuft es bei den beiden alles andere als geschmiert und die Ehefrauen Elvira und Reinhilde – beide mit Irmi Kraus und Claudia Knöpfle ebenfalls ganz stark besetzt – kommen ihnen bald auf die Schliche. Aber nicht nur sie ahnen etwas, auch die superneugierige Nachbarin Waltraud, die Gisela Schmittner wieder herrlich schräg verkörpert, bohrt nach. Tochter Nathalie, gespielt von Tanja Deschler, behält schließlich einen kühlen Kopf und hat auch die zündende Idee, um aus dem Chaos irgendwie herauszukommen.

Drei turbulente Stunden

So vergehen über drei Stunden im wunderschönen Ambiente des alten Pfarrstadels wie im Flug, und Spielleiterin Andrea Rogg sitzt ganz hinten auf der Treppe und applaudiert stolz ihren Künstlern ebenso begeistert zu wie das Publikum.

Armin Kraus bedankte sich bei ihr für ihre Geduld und ihr erneut gutes Händchen: „Am Anfang denkst du dir schon, was hast du denn da wieder rausgesucht. Aber dann liest du es zweimal und stellst fest: ja, das isses“. Ein großes Danke ging natürlich auch an alle fleißigen Helfer rund um die Bühne und an das tolle Publikum.

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