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Bobingen

25.11.2019

Eine vorweihnachtliche Tradition lebt auf

Bei der Krippenausstellung der Kolpingsfamilie gab es heimische Motive, wie diese alpenländische Krippe, zu sehen …,
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Bei der Krippenausstellung der Kolpingsfamilie gab es heimische Motive, wie diese alpenländische Krippe, zu sehen …,
Bild: Anja Fischer

Die Krippenausstellung der Kolpingsfamilie in Bobingen ist alle vier Jahre ein Anziehungspunkt. Was es im Laurentiushaus alles zu sehen gibt.

Die Krippe im heimatlichen Wohnzimmer ist für viele nicht nur ein Symbol für die (Vor-)Freude auf die Weihnachtszeit. Das Kripplein, welches zum Teil seit vielen Jahren im Familienbesitz ist, birgt meist viele Erinnerungen: an den Großvater, der früher noch die Krippe mit aufbaute, an die lange Suche nach den richtigen Figuren oder auch nur an die Freude, die man als Kind immer hatte, wenn es galt, die unzähligen Schäflein sorgfältig aufzustellen.

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Diese Freude an der Weihnachtskrippe, von denen keine der anderen gleicht, teilen viele Bobinger. Das Krippenteam der Kolpingsfamilie organisiert deshalb alle vier Jahre eine große Krippenausstellung im Saal des Laurentiushauses. Horst Terschanski vom Organisationsteam erinnerte die Besucher bei der feierlichen Eröffnung der diesjährigen Ausstellung daran, welch unbeschreibliches Glücksgefühl es vor zweitausend Jahren wohl war, als die Hirten die Geburt des Jesuskindes im Stall zu Bethlehem verkündet bekamen. Er mahnte, doch selbst beim Anblick der Krippe zu Hause immer wieder einmal innezu- halten, die Krippe zu betrachten und an diese Zeit zu denken.

Stadtpfarrer: „So eine Ausstellung ist auch ein Glaubenszeugnis“

Stadtpfarrer Thomas Rauch unterstützte diesen Vorschlag. „So eine Ausstellung ist nicht nur schön, sondern auch ein Glaubenszeugnis“, befand er. Man wolle mit allen Sinnen den Glauben leben, vor allem auch mit dem Gemüt. Das funktioniere wunderbar mit einer Krippenausstellung. Rauch dankte dem Organisationsteam, das in schier unzähligen Stunden den Aufbau geleistet hatte.

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Eingebettet sind die weit über 100 verschiedenen Krippendarstellungen in Moos, unterbrochen mit Tannenbäumen im Hintergrund und zahlreichen Grünpflanzen, sodass man wohl zu Recht von einer Krippenlandschaft sprechen kann. Fast ehrfürchtig schritten viele bereits am ersten Besuchstag durch die wunderbar angelegten Reihen. Unzählige Lichter beleuchten dort die verschiedenen Krippendarstellungen. Ob alpenländischer Stil, Allgäuer Krippe oder ein orientalischer Stall, Laternenkrippe, Schneekrippe oder Wurzelkrippe – die einzelnen Szenerien sind ebenso vielfältig wie künstlerisch kreativ.

Die Figuren der Bobinger Stücke sind ebenso individuell wie die Krippen selbst

Zu jeder Krippe gehören die passenden Figuren. Und diese sind ebenso unterschiedlich wie die Krippen selbst: getöpfert aus Ton oder Terrakotta, aus Holz geschnitzt und bemalt oder mit Stoff bekleidet, gefertigt aus Wolle, Filz oder Kunststoff. Die Figuren sind ebenso individuell wie die Krippen, zu denen sie gehören. Zusammen ergeben sie eine faszinierende Kombination, die nicht nur in der Vorweihnachtszeit ihren besonderen Reiz ausstrahlt. Doch gerade jetzt, wenn es draußen dunkel und kalt ist, ist der Besuch der Bobinger Krippenausstellung besonders schön und eine erste Einstimmung auf die Adventstage, die vor uns liegen.

Die Krippenausstellung hat eine lange Tradition in Bobingen. Unvergessen ist hier als treibende Kraft Konrad Bobinger, der jahrzehntelang hinter der Krippenausstellung stand und nun zum ersten Mal nicht mehr dabei sein kann. An ihn dachte das Krippenteam in diesem Jahr besonders. Alle Ausstellungsstücke sind mit dem Namen der Leihgeber und der Krippenart beschriftet. So kann man fasziniert bestaunen, aus welchen Teilen der Welt die einzelnen Figuren stammen.

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Mittwoch, 17 bis 19 Uhr; Donnerstag und Freitag, 17 bis 20 Uhr; Samstag, 14 bis 20 Uhr; Sonntag, 10 bis 18 Uhr

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