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Schwabmünchen

19.11.2019

Fasching im Zeichen der Wahl

Um den Schlüssel des Rathauses gab es einen kurzen, aber intensiven Kampf. Am Ende siegte die Narrenschar um Uli Weißenbach (2. v. l.) gegen Bürgermeister Lorenz Müller (3. v. l.) und seine Stadträte
Bild: Christian Kruppe

Den Menkinger Orden schmückt der „Wahl-O-Mat“. Auch der Menki möchte Bürgermeister in Schwabmünchen werden.

Die Blätter fallen, die Tage werden länger und Weihnachten steht vor der Tür. Im Schwabmünchner Schützenheim sitzt eine kleine Gruppe, ganz in Rot gewandet. Was sich nach einem Arbeitstreff der Weihnachtsmänner anhört, hat aber einen ganz anderen Hintergrund. So ganz und gar nicht weihnachtlich. Die rot gewandeten sind keine Weihnachtsmänner sonder der Elferrat der Menkinger Narren. Denn immerhin ist jetzt Faschingszeit, nicht Weihnachtszeit. Die fällt halt nunmal mitten in die „fünfte Jahreszeit“. Und deren Auftakt zelebrieren die Schwabmünchner mit einem lustigen Beisammensein und vor allem mit der Vorstellung des Menkinger Narrenordens.

Kein Auftakt ohne Büttenrede

Doch bevor dieser enthüllt wird, ergreift Obernarr Uli Weißenbach das Wort. Kein Auftakt ohne „Bütt“.

Da bekommt zuerst ein Komiteemitglied sein fett ab– wie kann man auch einen LKW-Reifen wechseln und dabei nur Schlapper tragen. Das muss ja mit einem gebrochenen Zeh enden.

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Dann geht es gleich weiter zum immer aktuellen Thema Geburtenstation. „Da wirds nicht nur den Narren bang und banger, schließlich sind auch zwei unser Gardemädchen schwanger“, klagt Obernarr Weißenbach. „Darum liebe Stadträte und Bürgermeister lasst’s euch sagen, hängt´s euch weiter für unsere Geburtenstaion in Menkingen rein, und ladets zur Probegeburt die Staatsministerin Huml ein. Dann sieht sie des selber, das des macht kein Sinn, wenn im Pass als Geburtsort steht da Bobingen drin“, führt er weiter aus.

„Wahl-O-Mat“ mal anders

Dann folgt der Schwenk in Richtung Orden und seinem Motiv, die Kommunalwahl 2020. Der zeigt den „Menkinger Wahl-O-Mat“ als Abwandlung des „Schlag den Maulwurf“. Aus den Löchern springen die drei bislang bekannten Bürgermeisterkandidaten Lorenz Müller, Konstantin Wamser und Margit Stapf, während der Menki mit dem Hammer im Anschlag auf den Treffer wartet. So kann er die Wahl auch vorentscheiden, denn der Menki möchte auch nach dem Aschermittwoch auf dem kommunalen Thron sitzen bleiben. „Wenn des der neue Rathauschef wird, passts bloß auf, dann geht´s mit unserem Städle bergauf. Das ganze Jahr gäbs was zu lachen, der würd fleißig seine Späße machen“, kündigt Weißenbach an. Und mit Blick auf die anwesenden Stadträte fährt er fort: „Zu jeder Stadtratssitzung würd a fesches Gardemädel euch verführen, sowie Wein, Bier und Häppchen am Tisch servieren.“ Aber auch ans Volk würde der Menki denken. „Aber auch der Bürger würd was davon haben, am neuen Narrenbrunnen gefüllt mit Wein könnt er sich laben. Das ganze Jahr schönes Wetter, wenn dann nur Konfettiregen. Ja, für die Menkinger Bürger wär’s ein Segen“, verspricht Weißenbach.

Auch eine erste Proberegentschaft steht schon an, denn trotz Unterstützung einiger Stadträte konnte Bürgermeister Lorenz Müller den Rathausschlüssel nicht behaupten. Nach kurzem, aber intensiven Kampf liegt der nun in den Hände der Narren.

Lorenz Müller gab den Schlüssel nach eingenen Worten „nur ungern her“, doch fand dann auch was Positives und bot den Narren ein paar Termine an, die sie nun wahrnehmen sollen.

Zudem stellt er fest, dass er in der Rolle des Schirmherrn zum Faschingsauftakt für Regen gesorgt habe. „Dann passt zum Umzug das Wetter“, ergänz er. Um dann auch an die Schwabmünchner zu appellieren: „Schwabmünchen ist für seinen Fasching bekannt, wir verstehen es zu feiern. Daher wünsche ich mir, dass die Veranstaltungen der Narren gut besucht werden.“

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