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Im Einheimischenmodell wird einem nichts geschenkt

Im Einheimischenmodell wird einem nichts geschenkt
Kommentar Von Adrian Bauer
20.11.2019

Die Stadt Königsbrunn verhilft Bürgern zu günstigerem Bauland. Das erspart den Häuslebauern aber nicht den realistischen Blick auf ihre Finanzen.

Das Königsbrunner Einheimischenmodell ist sicher keine neue Erfindung, aber in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Denn die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen steigen weiterhin steil an. So steil, dass man sich sehr ernsthaft fragt, wer das noch bezahlen soll. Eine halbe Million Euro reicht für einen Neubau – egal, ob Einzel-, Reihen- oder Doppelhaus – lange nicht mehr. Ohne angesammelte Ersparnisse oder die Aussicht auf eine größere Erbschaft wird der Immobilienkauf zu einem Abenteuer. Das sagen seriöse Kreditinstitute den Häuslebauern auch. Denn die derzeit günstigen Zinsen lassen die Preise halbwegs erschwinglich erscheinen. Doch wenn die ersten Kredite nach zehn Jahren ablaufen und die restliche Kaufsumme finanziert werden will, kann die Zinssituation ganz anders aussehen. Wer nicht genau genug geplant hat, dem droht der Ruin.

Insofern kommt die Initiative für günstigeren Baugrund für Königsbrunner zur richtigen Zeit, weil sie die Kosten zumindest erträglich macht. Doch auch wer zu den Glücklichen gehört und den Zuschlag erhält, sollte genau prüfen, ob er sich den Traum vom Häuschen leisten kann. Denn geschenkt wird dieser einem auch im Einheimischenmodell nicht.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Königsbrunn will seine Bürger halten

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