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04.12.2007

In der Kapelle beten unter dem Zeltdach

Königsbrunn "Heute ist ein Festtag" freute sich Pfarrer Weidner am Sonntag zum Auftakt des Gottesdienstes in der Kirche Maria unterm Kreuz, der deshalb auch als feierliche Festmesse zelebriert wurde. Die Gemeinde hatte gleich dreifachen Anlass zur Freude. Erstmal feierte man Kirchweih, dann natürlich den ersten Advent und damit verbunden den Beginn des neuen Kirchenjahrs und drittens vor allem die Segnung der jetzt - 14 Jahre nach dem Kirchbau - ausgestalteten Kapelle.

Etwa 300 Gläubige waren zum Festgottesdienst gekommen, den die Kirchenchorgemeinschaft Laudate Dominum unter Leitung von Christoph Gollinger musikalisch gestaltete mit der Magnificat-Messe, die Josef Hauber für die Kirchenweihe 1993 geschrieben hatte.

Spuren hinterlassen

"Wir wollen Spuren hinterlassen und den Menschen zeigen, dass hier in Königsbrunn lebendiger Glaube ist", betonte Pfarrer Weidner. Mit der Fertigstellung der Kapelle habe man einen schönen Ort geschaffen, an dem man seinen Glauben leben und lebendig werden lassen kann. Dass dies 14 Jahre auf sich warten ließ, habe viele Gründe, so Weidner, vor allem finanzielle.

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"Die Kapelle lädt zum Gebet ein", liegt Pfarrer Weidner seinen Gemeindemitgliedern ans Herz. Hier wird Werktags der Rosenkranz gebetet, es sind Gruppengottesdienste geplant - aber vor allem sei sie eine Lichtergebetskapelle.

Für die Einweihung hatte Josef Hauber eigens eine Engels-Motette komponiert, nach dem Text "Engel" eines unbekannten Verfassers. "Der Text ist sehr aussagekräftig, da hab ich nur die passende musikalische Begleitung schreiben müssen", erläuterte Hauber. Künstler Friedrich Koller, der schon die Kirche ausgestaltet hatte, schuf auch die Vorlage für das Erscheinungsbild der Kapelle. Zwölf silberne Engel am Himmelszelt weisen zu Gott und singen in der Adventszeit das Gloria. Um die Gegenwart Gottes zu verdeutlichen sind die Wände mit einem Goldton bemalt. "So können sich Gott und Mensch beinahe berühren", verdeutlicht Weidner.

Die zeltförmige Ausgestaltung soll für das pilgernde Gottesvolk, also die Gemeindemitglieder, besonders einladend sein. "Sie mögen das Wagnis des Glaubens eingehen, um sich mit Gott neu auf den Weg zu machen", so Pfarrer Weidner. Ein optisches Zentrum erhielt die Kapelle mit einer neuen Ikone, einer Darstellung Mariens.

Die neue Kapelle fand bei den zahlreich erschienenen Gemeindemitgliedern viel Lob und Anerkennung. "Mir gefällt die Kapelle sehr gut, vor allem ist sie nicht mehr so hoch wie früher, ist deshalb viel kleiner und gemütlicher. In Zukunft werde ich jetzt öfter mal hierher kommen", so der Königsbrunner Andreas Siegmund.

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