Energieeffizienz

22.09.2016

Kampf den Stromfressern

Der Caritasverband Schwabmünchen stellte seine Erfolge beim Stromspar-Check vor: (vorne von links) Projektleiter Peter Wyss, Stromsparhelfer Rudolf Hölzemann, stellvertretende Landrätin Sabine Grünwald, (hinten von links) Vorsitzender des Caritasverbands Schwabmünchen Andreas Claus, Stromsparhelfer Lothar Lauwigi, Klimaschutzbeauftragte Margit Spöttle und Landrat Martin Sailer.
Bild: Annemarie Neher

Der Stromspar-Check hilft der Umwelt und dem eigenen Geldbeutel

Die Aktion des Caritasverbands Schwabmünchen zeigt Erfolge. 20 stromfressende Kühlgeräte wurden bereits gegen hocheffiziente Kühlschränke ausgetauscht. Die Folgen: Der Geldbeutel der Bewohner wird um durchschnittlich 117 Euro im Jahr entlastet. Und auch das Klima freut sich, denn pro Jahr werden 5194 Kilogramm Kohlendioxid weniger produziert.

Was steckt hinter dieser Aktion? Im Jahr 2014 wurde Andreas Claus, Vorsitzender des Caritasverbands Schwabmünchen, durch seine Tätigkeit bei der Tafel darauf aufmerksam, dass gerade der Kühlschrank den Haushalten oft das Geld wegfrisst. Dies war die Geburt des Stromspar-Checks Schwabmünchen. Er basiert auf einem bundesweit durch das Bundesumweltministerium geförderten Projekt, das aktuell in rund 150 Kommunen und Regionen umgesetzt wird.

Im Rahmen des Checks werden Haushalte mit geringem Einkommen beraten, bekommen wertvolle Tipps rund um das Thema „Energie und Wasser sparen“ und kostenlose Energiespartechnik, wie LED-Leuchten, Steckerleisten oder Kühlschrank-Thermometer. Außerdem gibt es für Haushalte mit einem Stromfresser als Kühlschrank einen Gutschein über 150 Euro für ein neues, effizientes und energiesparendes Gerät.

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Um den immer noch erforderlichen Restbetrag für den Kauf des Kühlgeräts möglichst gering zu halten, haben sich der Projektleiter des Stromspar-Checks, Peter Wyss und seine beiden Stromsparhelfer Lothar Lauwigi und Rudolf Hölzemann mächtig ins Zeug gelegt: Partner des Projekts im lokalen Handel bieten die modernen Kühlgeräte besonders preiswert an, die Lieferung übernimmt die Freiwilligenagentur Schwabmünchen. Um die fachgerechte Entsorgung des Altgeräts kümmert sich der örtliche Wertstoffhof.

Landrat Martin Sailer und Klimaschutzbeauftragte Margit Spöttle sind sich einig: „Ein außergewöhnliches Projekt, das soziale Problemstellungen und Klimaschutz zusammenbringt und durch das tolle Engagement der Ehrenamtlichen lebt. Hier wird Menschen, die es wirklich dringend brauchen, eine neue Perspektive gegeben.“ Aus diesem Grund hat sich der Landkreis dazu entschlossen, das Projekt aktiv und finanziell zu unterstützen.

Doch vom Stromspar-Check profitiert nicht nur Schwabmünchen und der südliche Landkreis. Der Verband für soziale Dienste (SKM) deckt als Ansprechpartner den restlichen Landkreis Augsburg ab. Die Regionale Energieagentur Augsburg ermöglicht den Stromsparhelfern des SKM dabei die Nutzung von Carsharing-Autos, um möglichst viele Haushalte im Landkreis zu erreichen.

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