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30.07.2010

Kehraus im Klassenzimmer

Am vorletzten Schultag legen die Schüler noch mal richtig los: Christian Stelzer aus der Klasse 6 b kämpft mit den Kritzeleien unter dem Tisch. Fotos: Claudia Dörr
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Am vorletzten Schultag legen die Schüler noch mal richtig los: Christian Stelzer aus der Klasse 6 b kämpft mit den Kritzeleien unter dem Tisch. Fotos: Claudia Dörr

Schwabmünchen In der Aula des Leonhard-Wagner-Gymnasiums Schwabmünchen riecht es verführerisch nach Waffeln und Kuchen, in den Klassenräumen dagegen nach Reinigungsmitteln - eine ungewöhnliche Mischung.

Es ist bereits Tradition, dass die Schüler des Gymnasiums am vorletzten Schultag ihre Klassenräume sowie die Flure und Außenbereiche auf Vordermann bringen. Vor allem der von den Schülern selbst verursachte Dreck muss weg: Kritzeleien und Kaugummis unter den Tischen, beschmierte Flächen und dreckige Böden.

Mit Lappen und Spachtel wird dem Dreck der Kampf ansagt

Am Putzmittelstand, der von Schülern des Leistungskurses Wirtschaft organisiert wird, sind bereits mehrere hundert Putz-Utensilien über den Tisch gegangen. Start der Aktion war um 7.45 Uhr, bis 10 Uhr soll die gröbste Arbeit geschafft sein. Kursleiter Bernhard Stappf hat mit Kollegen der Schulleitung vor einigen Jahren den Aufräum- und Putztag ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Schüler zu mehr Ordnung anzuhalten und ihnen zu verdeutlichen, was sie den Putzkräften, beispielsweise durch Kritzeleien, für Arbeit bescheren, erklärt der Lehrer.

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Das merkt jetzt auch Schüler Christian aus der sechsten Klasse, der verzweifelt mit Edding-Schmiereien unter dem Tisch kämpft: "Das Gekritzel nervt, das krieg' ich überhaupt nicht ab." Wie man solche Härtefälle wegbekommt, das wissen Christine Bünder und Cornelia Neumann von der "Münchener Gebäudereinigung". Sie putzen regelmäßig im Leonhard-Wagner-Gymnasium und sind heute da, um den Schülern zu helfen und sie anzuleiten. "Die Schüler machen das wirklich gut", loben die routinierten Reinigungskräfte und hoffen auf mehr Einsicht bei den Schülern. Die Putz-Utensilien wurden teilweise von der Schule selbst angeschafft, teilweise von der "Münchener Gebäudereinigung" gespendet. 50 Flaschen Tischreiniger, 100 Putzeimer, über 100 Mikrofasertücher und verschiedene Müllsäcke sind nur ein Teil davon. Die Schüler finden den Putztag fair. "Es sind ja nur zwei Stunden und es ist eine gute Sache", so Lena und Nicole aus der neunten Klasse.

Auch Eltern engagieren sich beim Aufräum- und Putztag. Gabriele Müller aus Mittelneufnach ist eine von ihnen. Ihre Tochter geht in die achte Klasse, sich selbst an der Schule einzubringen ist ihr wichtig. Normalerweise helfen die Eltern vor allem in den Außenbereichen der Schule, was gestern aufgrund des heftigen Regens nicht ging.

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