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Gemeinderat

20.05.2015

Kleinaitingen hat sich bei den Eltern umgehört

Eine Befragung zeigt Bedarf an Betreuung auf. Die Erschließung des BMW-Geländes sorgt für große Diskussionen

Welche Maßnahmen sind im Bereich der Kinderbetreuung erforderlich? Wo besteht Bedarf? Welche Betreuungsmodelle sind gewünscht? Diese und weitere Fragen zum Thema Kinderbetreuung hat die Gemeinde Kleinaitingen kürzlich über das Institut SAGS von den Eltern der Kinder des Kindergartens St. Martin beantworten lassen. „Ziel der Umfrage war es, Anregungen für künftige Entscheidungen zu bekommen“, sagte Bürgermeister Rupert Fiehl in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Susanne Gruber vom Institut SAGS stellte dort die Ergebnisse vor. Dass dieses Thema in Kleinaitingen hoch aktuell ist, zeigte der große Andrang von Zuhörern bei der Sitzung.

Die Studie zeigt einen großen Bedarf an Betreuung für Kinder ab zwei Jahren an allen fünf Wochentagen auf. Die Wünsche nach Betreuung für Kinder unter zwei Jahren variieren zwischen zwei und fünf Tagen. „Der Bedarf für eine Betreuung für Kinder unter zwei Jahren steigt aber ständig“, stellte Gruber fest.

Wiederholt gewünscht werden auch längere Betriebszeiten der 1996 erbauten gemeindlichen Kindertagesstätte. Die hat bisher von 7.15 bis 14.15 Uhr geöffnet, angeregt wurde eine Betreuung bis mindestens 15 Uhr. Der Kindergarten bietet bei längeren Buchungszeiten ein warmes Mittagessen sowie bei Bedarf auch Mittagsbetreuung für Schulkinder an. Während der Ferien finden zudem Montag bis Freitag von 8.15 bis 13.15 Uhr „Betreuungswochen“ statt.

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„Über die Pfingstferien ist die Nachfrage nach Betreuung am Größten“, berichtete Gruber. „Die Auswertung der Studie wird uns sicherlich noch länger beschäftigen“, sagte Bürgermeister Fiehl. „So mancher Bedarf kann aber auch individuell gelöst werden.“

Vertrag mit Graben ist schon unter Dach und Fach

Ein weiteres Thema der Gemeinderatssitzung war die Erschließung des neuen Gewerbegebiets im Bereich des ehemaligen Gutshofs Lechfeld zur – jetzt auch ganz offiziell bestätigten – Ansiedlung eines Logistikzentrums von BMW. Der dazu nötige Vertrag mit der Nachbargemeinde Graben ist schon unter Dach und Fach. Für den notwendigen Straßenausbau müsse jetzt eine weitere Vereinbarung mit den übrigen Beteiligten (etwa Landkreis, Freistaat) abgeschlossen werden, informierte Bürgermeister Fiehl. Die Vertragsmodalitäten sorgten allerdings für viel Gesprächsstoff im Gremium. „Da wird nur aufgeführt, was die Gemeinde Kleinaitingen zu zahlen hat, nicht aber, wofür andere aufkommen müssen, wenn beispielsweise die Brücke ab dem Kreisverkehr ausgebaut oder die Strecke beleuchtet werden muss“, bemängelte (nicht nur) Gemeinderätin Marga Dorfmiller-Kapetanopulos (FWV). Damit diese Fragen vor den anstehenden Unterzeichnungen noch geklärt werden können, wurde der Beschluss über die Vereinbarung vertagt.

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