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Königsbrunn

16.07.2020

Königsbrunn zieht Bilanz: Wie gut kamen Autokino und Gautsch-Ersatz an?

Das Volksfest fiel in Königsbrunn der Corona-Krise zum Opfer. Dennoch war auf dem Gautschplatz etwas geboten. Das Autokino.
Bild: Piet Bosse

Plus Im Königsbrunner Rathaus ist man zufrieden mit der Resonanz auf Autokino und Gautsch to go. Warum Wünsche nach längeren Öffnungszeiten nicht erfüllbar waren.

Die Buden und die große Leinwand am Königsbrunner Gautschplatz sind abgebaut, Zeit eine Bilanz zu ziehen über das Autokino, das Kulturbüro, das Cineplex-Kino und die Aktion „Gautsch to go“, die gemeinsam die coronabedingt ausgefallene Gautsch etwas ersetzen sollten. Die Stadt ist mit den Veranstaltungen insgesamt zufrieden, auch wenn einige Besucherwünsche wegen der Corona-Auflagen nicht erfüllt werden konnten.

Besonders viele Rückmeldungen in den sozialen Medien und auch bei der Stadt gab es wegen der Öffnungszeiten der Gautsch-Buden: Viele Menschen hätten sich gewünscht, auch nach 18 Uhr Leckereien wie Steckerlfisch, Hax’n oder Crêpes kaufen zu können oder die „Gautsch to go“ gleich mit dem Autokino zu verbinden. Das sei allerdings aus rechtlichen Gründen nicht machbar gewesen, teilt die Stadt mit: „Die Vorgabe des Landratsamtes für das Autokino war, dass der Platz komplett geräumt war und keiner – außer zum Toilettengang oder in Notfällen – aus dem Auto aussteigen durfte. Es musste gewährleistet sein, dass sich bei Einlassbeginn für das Autokino niemand ohne Eintrittskarte auf dem Gelände aufhielt.“

Budenbesitzer freuen sich, dass sie in Königsbrunn überhaupt öffnen dürfen

Doch die Beteiligten seien froh gewesen, dass wenigstens die stark reduzierte Variante mit Hygieneregeln und Leckereien nur zum Mitnehmen möglich war. Vor allem die Budenbesitzer seien froh gewesen, dass sie wieder öffnen und wenigstens ein bisschen Umsatz machen konnten. Die Branche leidet extrem unter der Absage sämtlicher Volksfeste. Und viele Königsbrunner nutzten die Aktion für einen Spaziergang zum Gautschplatz oder deckten sich in der Mittagspause dort ein.

Auf süße Köstlichkeiten mussten die Königsbrunner dank der „Gautsch to go“ nicht verzichten.
Bild: Piet Bosse

Das Autokino kam bei den Besuchern gut an. Durchschnittlich 80 Autos kamen an den elf Filmabenden, gegen 21.30 Uhr begann der Werbeblock, bei dem unter anderem der neue Werbespot der Volkshochschulen gezeigt wurde. Zu Beginn der Vorführungen war es zwar noch nicht ganz dunkel, ein späterer Start war aber nicht möglich. Laut Bescheid des Ordnungsamtes mussten die Vorstellungen spätestens um 24 Uhr beendet sein. Klarer Favorit beim Königsbrunner Autokino-Sommer war der Film „Nightlife“ mit 130 Tickets, gefolgt von den „Känguru-Chroniken“ und „Onward: Keine halben Sachen“ (beide 94 Tickets). Am wenigsten Fans fand der „Leberkäs-Junkie“ mit 60 Tickets.

Manche ältere Autos bekommen nach dem Königsbrunner Autokino Starthilfe

Gut funktionierte die Technik. Der Filmton kam über die Autoradios ins Innere der Fahrzeuge. Und so saßen die Kinobesucher – meist bestens mit Knabbereien und Getränken ausgerüstet – in ihren Autos und genossen das besondere Filmerlebnis.

Auch das Abfahren am Ende verlief bei den meisten Besuchern zügig. Allerdings brauchten einige ältere Fahrzeuge Starthilfe. Das laufende Radio hatte soviel Strom aus der Batterie gesogen, dass der Motor nicht mehr ansprang, teilt die Stadt mit. Die Helfer vor Ort gaben gerne Starthilfe. Nur einmal musste der ADAC gerufen werden, weil ein Wagen besonders hartnäckig den Dienst verweigerte.

Warum Anwohner die Aktion auf dem Gautschgelände sogar loben

Erfreut zeigen sich die Verantwortlichen über die Rückmeldungen der Anwohner des Gautschgeländes. Beschwerden habe es nicht gegeben, im Gegenteil: „Einige Anwohner lobten die Aktion sogar explizit, zumal sie auch mit wenig Lärm verbunden war.“

Auch unter den Beteiligten lief die Zusammenarbeit zur Premiere gut. Sechs Einsatzkräfte des Sicherheitsdienstes, die die Zu- und Ausfahrt regelten und die Fahrzeuge auf dem Parkplatz einwiesen, zwei Einlasskräfte vom Kino für die Ticketkontrolle und Snack-Ausgabe, ein Techniker und Filmvorführer, zwei Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes – die zum Glück nie aktiv werden mussten –, eine Reinigungskraft für die Toiletten und eine Mitarbeiterin des Kulturbüros als Vertreterin des Veranstalters waren jeweils vor Ort. (adi/AZ)

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