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Königsbrunn

25.01.2019

Lechfeldmuseum: ein Wettbewerb zum Geburtstag

Im Lechfeldmuseum gibt es immer wieder Neues zu entdecken, auch für (von links) Jörn Meyers, Ursula Off-Melcher und Claudia Deeney, die hier die alten Schlittschuhe und die Schlitten für eine gemütliche Ausfahrt oder zum Spielen mit der Puppe bewundern.
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Im Lechfeldmuseum gibt es immer wieder Neues zu entdecken, auch für (von links) Jörn Meyers, Ursula Off-Melcher und Claudia Deeney, die hier die alten Schlittschuhe und die Schlitten für eine gemütliche Ausfahrt oder zum Spielen mit der Puppe bewundern.
Bild: Marion Kehlenbach

Viele Besucher des Lechfeldmuseums erzählen beim Gang durch die Ausstellung ihre Erinnerungen. Diese sollen nun aufgeschrieben und prämiert werden.

Die Aktiven des Lechfeldmuseums entdecken immer wieder neue Dinge, die sie erstaunen lassen, wie die Holzschlittschuhe oder das raffinierte Versteck in einem alten Stubenschrank. Nun sind auch alle Königsbrunner aufgefordert, Neues in ihrem kleinen Heimatkundemuseum zu entdecken und vor allem, darüber zu schreiben. „Schreib Geschichte – Besuche das Lechfeldmuseum“ heißt der Wettbewerb, den Kulturvermittlerin Claudia Deeney entwickelte.

Die Idee dazu kam ihr bei einer ihrer Führungen. Gerade ältere Menschen, die das Museum besichtigen, erzählen oft von eigenen Erlebnissen, wenn sie die Ausstellungsstücke sehen und Kinder lassen ihrer Fantasie freien Lauf beim Anblick des alten Klassenzimmers oder der Spielsachen. Jetzt können alle Besucher ihre Geschichten aufschreiben und bei einem Wettbewerb einreichen. Eine Jury zeichnet dann je nach Altersklasse jeweils drei Gewinner aus.

Geschichten nicht länger als 650 Wörter

Den Gewinnern winken kleine Sachpreise und die besten Geschichten werden in unserer Zeitung veröffentlicht. Los geht es am Mittwoch, 6. Februar, und Einsendeschluss ist Freitag, 5. April. Eingereicht werden die Geschichten beim Kulturbüro entweder handgeschrieben und per Post oder via E-Mail, dabei sollten sie eine Länge von maximal 4000 Zeichen beziehungsweise 650 Wörter nicht überschreiten.

„Super wäre es doch, wenn sich eine ganze Familie an dem Wettbewerb beteiligen würde“, findet Deeney. „Oma oder Opa schreibt etwas aus dem eigenen Leben, die Enkel lassen sich etwas Lustiges einfallen, zum Beispiel zum Plumpsklo und Vater oder Mutter schreiben, inspiriert von den Gegenständen oder Themenräumen, eine interessante Kurzgeschichte.“ Aber auch einzelne Beiträge und Gedichte sind gefragt und herzlich willkommen. Einzige Voraussetzung ist, dass die Texte einen Bezug zu den Ausstellungsstücken des Museums und der Zeit haben, die hier abgebildet wird – also von 1842, der Gemeindeerhebung bis 1960.

Lechfeldmuseum wird 45 Jahre alt

Das Lechfeldmuseum feiert dieses Jahr sein 45-jähriges Bestehen, erinnert Kulturbüro-Leiterin Ursula Off-Melcher. Das ist zwar noch nicht das ganz große Jubiläum, aber doch Grund genug, es breiter in den Mittelpunkt zu stellen. Off-Melcher betont: „Das Lechfeldmuseum ist ein richtiges Drei-Generationen-Museum.“ Deshalb gibt es nun zusätzliche Öffnungszeiten. Ab Februar ist das Lechfeldmuseum auch mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Vielleicht finden dann insbesondere Familien den Weg ins Museum. Wobei der Ausdruck „finden“ hier durchaus wörtlich gemeint ist, so Deeney. Denn die Ausstellungsräume befinden sich im Kellergeschoss der Mittelschule und der Eingang schräg gegenüber der Realschule ist ein wenig versteckt und leicht zu übersehen.

Museumsmitarbeiter Jörn Meyers hat im letzten Gang ein paar Exponate aufgebaut, die er kürzlich in einer kleinen Kammer entdeckte und die wunderbar zur Jahreszeit passen: Schlitten für eine Spazierfahrt und zum Spielen, Skier samt Skistöcke und Schlittschuhe. Die Schlittschuhe haben eisenbeschlagene Holzkufen und wurden mit Lederriemen an den Schuhen befestigt – eine Konstruktion, die bestimmt für so manchen verstauchten Knöchel verantwortlich war, wenn nicht gar Schlimmeres. Und Claudia Deeney lüftet das Geheimnis eines bunt verzierten Stubenschranks: Beim Öffnen der Türen sieht der Besucher allerlei Ordner, Bücher und Dokumente und zwei Schubladen. Zieht man diese heraus, fällt der Blick auf vielerlei interessanten Kleinkram und man könnte sich damit zufrieden geben. Dann zieht Deeney an dem Mittelsteg und siehe da, hinter den Schubladen kommt noch eine dritte zum Vorschein, die bestimmt vor so manchem neugierigen Besucher oder gar Eindringling verborgen blieb. Ganz schön raffiniert und ein tolles Objekt für eine spannende Geschichte.

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