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Kabarett

23.10.2018

Leichte Zauberei und das Puzzle des Lebens

Zauberei und Komik verband Marc Haller bei seinem Auftritt in Wehringen.
Bild: Anja Fischer

Marc Haller präsentiert in Wehringen eine Show mit Magie und sehr viel Komik

Zaubershow und komödiantischer Quatsch – passt das zusammen? Ja, das passt, wie der Schweizer Zauberkünstler und Comedian Mark Haller bei seinem Auftritt im Wehringer Bürgersaal bewies. Gar nicht genug konnten die knapp 140 Besucher von seiner Vorstellung bekommen, forderten immer wieder Zugaben und sparten nicht mit Applaus.

Im Rahmen der Reihe „Ein Mehr an Kultur“ kam Haller auf Einladung des Musikvereins Wehringen in den Bürgersaal und gab auf die Frage nach dem „Worum geht es heute Abend?“ Die Antwort: „Ich weiß es auch nicht. Aber wäre es nicht schön, wenn es heute einmal nicht ums Gewinnen oder besser sein geht, sondern wir nur im Hier und Jetzt da sein und Spaß haben?“ Das Publikum stimmte zu und so begann ein Abend voller guter Unterhaltung, durch den Abend tragender Situationskomik und erstaunlicher Zauberkraft. Das Glas Orangensaft, gezaubert aus dem Ärmel des bekennenden „Rechtsärmlers“ Haller oder Fingerspiele mit einem Seil, waren nur einige der vorgeführten Tricks. Jeder im Saal staunte dann doch, als Haller einen gut anderthalb Meter langen Luftballon verschluckte und sich auch als Zahlenkünstler bewies, sehr zur Faszination des Publikums.

In seinem Alter Ego „Erwin“ trat Mark Haller auf der Bühne auf und erzählte aus dessen Sicht von Fußball spielenden Murmeltieren auf dem Balkon und von dem einen oder anderen Schweizer Bankgeschäft.

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Mit einer aus dem Publikum ausgeliehenen Jacke und Besucher Christian Bauer als Hakenhalter ging es schließlich weiter, aber, wie Haller belehrt wurde, an Wehringer Jacken darf man nicht zupfen! Und das, wo der Erwin doch so gerne an den verschiedensten Dingen zupft. Trotz aller Hindernisse sollte dem guten Stück am Ende doch nichts geschehen und obwohl die Jacke von einem Messer offensichtlich durchbohrt wurde, war sie am Ende doch wieder ganz.

Ein wenig nachdenklich wurde der Rahmen gegen Ende der Vorstellung, als es um das Puzzle des Lebens ging, welches trotz immer mehr Puzzleteilen doch wieder in denselben Rahmen passte. „Leben ist wie ein Puzzle, ganz viele Leute helfen Dir beim zusammenbauen, manche kommen, manche gehen und nur die wenigsten bleiben, bis es ganz zusammengebaut ist“, gab Haller dem Publikum auf den Weg.

Die Mischung aus Besinnlichkeit und Witz, Nachdenklichkeit und Humor machte seine Vorstellung so besonders. Am Ende standen dem Publikum die Lachtränen ebenso nahe wie Tränen des Mitgefühls. So sah es zum Beispiel auch Beate Bischoff aus Bobingen: „Wirklich toll war auch der fast philosophische Abschnitt am Schluss. Das ganze Programm hatte viel Tiefe, weil immer wieder hintersinnige Worte leicht verpackt daher kamen.“

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