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Kultur

27.11.2018

Musikverein auf der „Radiowelle Wehringen“

Der Allgäu-Schwäbische-Musikbund zeichnete in Wehringen auch junge aktive Mitglieder aus: (von links) Lucia Egger, Natalie Thalhofer, Manuel Thalhofer, Amelie Glockner, Michael Mayer sowie Herbert Klotz vom ASM.
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Der Allgäu-Schwäbische-Musikbund zeichnete in Wehringen auch junge aktive Mitglieder aus: (von links) Lucia Egger, Natalie Thalhofer, Manuel Thalhofer, Amelie Glockner, Michael Mayer sowie Herbert Klotz vom ASM.

Rund hundert Mitwirkende bringt der Musikverein Wehringen auf die Bühne. Darunter ein ganz prominenter Gast

Mit einem bunten Radio-Musikprogramm überraschte der Musikverein Wehringen beim Herbstkonzert in der Turnhalle seine Besucher. Knapp zweihundert Menschen waren gekommen, um allen drei Kapellen des Vereins zuzuhören: Bonsaiband, Jugendkapelle und Blaskapelle versprachen einen Musikgenuss mit so mancher hochkarätigen Überraschung.

Andreas Jähnert, der Vorsitzende der Singoldmusikanten, freute sich, insgesamt fast einhundert Musiker auf der Bühne präsentieren zu können. „Mein Dank geht hier vor allem an die Eltern, die unseren Nachwuchs unterstützen und zum Musikunterricht schicken“, meinte er. Das sei bei den gestiegenen schulischen Ansprüchen nicht immer einfach.

Mit dem „Danza Latina“ starteten mit der Bonsaiband die jüngsten Nachwuchsmusiker und schon beim zweiten Stück bewiesen sie, dass sie beim Musizieren vor allem eines sind: „Happy“. Der „Beelte Boogie“ leitete über zur Jugendkapelle, die sich auch modernen Stücken wie dem Hauptthema der Serie „ Game of Thrones“ zuwandte oder „Let it Go“ aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“ vortrug. Für das letzte Stück stellten übrigens die beiden Ansagerinnen Sophia Glas und Anna Kienle eine Verbindung zwischen dem Schneemann Olaf und dem weiß gewordenen Haar des Dirigenten Josef Utz her. Überhaupt verstanden es die beiden, mit Witz und Humor die vorgetragenen Musikstücke anzusagen. Auch wenn das Stück „Can You Feel The Love Tonight“ ohne Posaunensolo auskommen musste, war es doch das Lieblingsstück der „alten Hasen“ bei der Jugendkapelle.

Bürgermeister Manfred Nerlinger gratulierte zu so einer gelungenen Jugendarbeit. „Diese ist einer von drei Gründen, die unseren Musikverein von allen anderen abheben“, so Nerlinger. Als weitere Gründe nannte er das schöne Vereinsheim in den Wertachauen sowie das Projekt „Ein Mehr an Kultur“. „Der Musikverein wird immer aktiver, das liegt auch mit daran, dass der Vorsitzende Andreas Jähnert immer neue Ideen hat“, sagte Nerlinger, der die Gemeinde Wehringen gerne als größten Sponsor des Musikvereins bezeichnete, der allein für die Bläserklasse in den letzten Jahren fünfstellige Beträge ausgegeben hatte. Musizieren in so einem aktiven Verein macht Spaß und so konnte Herbert Klotz vom Allgäu-Schwäbischen-Musikbund (ASM) zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft vornehmen: „Der Musikverein hat eine lange Tradition und ist fest in die Gemeinde integriert“, lobte er. „Damit ist der Verein ein wichtiger Baustein für eine lebendige Gemeinde.“

Mit einem Paukenschlag, nämlich dem Einzugsmarsch aus der Strauß-Operette „Der Zigeunerbaron“, begann nach der Pause das Programm der großen Blaskapelle, die mit der Samstagabend-Radioshow von „Radiowelle Wehringen 990“ kreuz und quer durch alle Sender beziehungsweise Stilrichtungen zappte. So ging es mit „Paris“ erst Richtung Moulin Rouge und Montmartre, bevor das Radio mit dem „Concertino“ von Karl Weber klassische Musik spielte. Als Stargast und Solisten hatte der Musikverein Wehringen hierfür Pfarrer Hubert Ratzinger mit seiner Klarinette verpflichten können und das Publikum bewies durch seinen begeisterten Applaus am Ende, wie gelungen diese Symbiose gewesen war.

Musikalische Streiche mit „Max und Moritz“, „Crime Time“ im Radio oder ein Blick ins „Lalaland“ waren beinahe „Zeitlos“ verstrichen, bevor die „Farmer’s Tuba“ ihr Können zeigte. Ein wenig ins lustige Jargon entführte am Ende das Stück „Mouthpiece-Mania“, bei dem die Trompeten und Flügelhörner allein auf ihrem Mundstück die Melodie bliesen. Nach der ersten Zugabe von „Always Look on the Bright Side of Live“, kam ein echter Zugaben-Höhepunkt: Gemeinsam mit der Jugendkapelle und der Bonsaiband spielten am Ende fast einhundert Musiker das Stück „Hey Jude“ von den Beatles. Ein krönender Abschluss für fast zwei Stunden Blaskapelle durch die Welt der Musik.

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