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Klosterlechfeld

27.01.2019

Nachverdichtung im Wohngebiet

Warum der älteste Bebauungsplan Klosterlechfelds neu geregelt werden soll und welche Auswirkungen das hat.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Warum der älteste Bebauungsplan Klosterlechfelds neu geregelt werden soll und welche Auswirkungen das hat.

Das Wohngebiet nördlich der Schwabmünchner Straße ist durch den ersten Bebauungsplan der Gemeinde „Nord I“ aus dem Jahre 1964 geregelt. Von der darin vorgeschriebenen zweigeschossigen Bauweise wurden inzwischen einzelne Ausnahmen zugelassen. Wegen einer wünschenswerten Nachverdichtung und Schaffung von Wohnraum sind seit längerem Überlegungen im Gange, diesen Bebauungsplan neu zu fassen, um dreigeschossige Wohnhäuser zu ermöglichen.

Dazu gab es bereits zwei Informationsveranstaltungen für die Anlieger. Laut Elfriede Lösch vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Lechfeld wurde die geplante Anpassung dabei grundsätzlich positiv aufgenommen. Ein Nachteil für die Anlieger entsteht allerdings aus der zwingenden Nachberechnung der Wasser- und Abwassergebühren aufgrund der höheren zulässigen Geschosszahl – egal ob diese auch gebaut wird. Eine Analyse des Planungsbüros Opla ergab, dass ein erhebliches Nachverdichtungspotenzial im nördlichen Dorfgebiet vorhanden ist. Dreigeschossige Gebäude seien demnach vor allem entlang der Schwabmünchner Straße bis zur Bayernstraße und entlang der Birkenstraße möglich.

Wer nicht bauen will, muss keine Nachberechnung befürchten

Bürgermeister Rudolf Schneider schlug eine nochmalige Besprechung mit den betroffenen Anliegern vor, bevor die Grenzen des Bebauungsplanes festgelegt werden und sagte: „Wer partout nicht bauen will, dessen Grundstück sollte dann aus dem Bebauungsplan herausgenommen werden, damit keine Nachberechnung fällig wird.“ Dem stimmte auch der Zweite Bürgermeister Erwin Mayer zu, der aber dazu eine schriftliche Erklärung für erforderlich hält. Nun werden die betroffenen Anlieger angeschrieben und nach Eingang der Rückmeldungen wird der Bebauungsplan neu im Gemeinderat beraten.

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Für dieses Wohngebiet wurden auch einige neue Verkehrszeichen vorgeschlagen. Damit die Einfahrt von Lastwagen über 7,5 Tonnen in die Benzstraße verhindert wird, beschloss der Gemeinderat die Aufstellung zweier Verkehrszeichen bereits an der Schwabmünchner Straße bei der Kirche, weil nach Einfahrt in die Birkenstraße keine Wendemöglichkeit mehr besteht. Weitere Verkehrszeichen wie „Achtung Kreuzung“ bei Rechts-vor-Links-Einmündungen oder „Vorrang des Gegenverkehrs“ an der Engstelle beim Friedhof wurden dagegen abgelehnt.

Kommunales Förderprogramm

Der Bewilligungsbescheid für den sozialen Wohnungsbau der Gemeinde Klosterlechfeld am Bahnhof ist im Dezember eingegangen. Für die Gesamtkosten von rund 3,4 Millionen Euro wird ein Zuschuss von knapp 1,02 Millionen Euro gewährt. Die Gemeinde bringt als Eigenmittel das Grundstück und 33000 Euro ein. Der Rest wird durch ein Darlehen der Landesbodenkreditanstalt in Höhe von fast 2,04 Millionen Euro mit 20-jähriger Laufzeit finanziert.

Kommunale Verkehrsüberwachung Schwaben Mitte

Bürgermeister Schneider gab die Zahlen aus der Verwaltungsratssitzung bekannt. Die Gesamtausgaben der 32 Mitgliedsgemeinden übersteigen mit 703000 Euro die Einnahmen von 692000 Euro. Bedingt durch Messgeräteausfall gab es im Jahr 2018 mit 21820 etwas weniger Messungen als im Vorjahr (23210). In Klosterlechfeld wurde 2017 dreimal und 2018 zweimal gemessen. Die Ausgaben waren jeweils um etwas mehr als 1200 Euro höher als die Einnahmen. Für 2019 wird ein Gesamtüberschuss von circa 36000 Euro prognostiziert.

Die Messkosten für den fließenden Verkehr werden von 175 auf 190 Euro und der Nachtzuschlag von zehn auf 20 Euro pro Stunde angehoben. Die bisher verwendete Radartechnik läuft Ende 2021 aus. Ein neues Lasermessgerät zum Preis von 52000 Euro befindet sich in der Testphase.

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