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Umwelt

03.02.2015

Nahwärme soll Mittelneufnachern ordentlich einheizen

Die bislang noch nicht genutzte Abwärme der Mittelneufnacher Biogasanlage (links) soll zukünftig anliegende Häuser durch ein Nahwärmenetz beheizen.
Bild: A. Strahl

Die ersten Pläne des Energiekonzepts werden umgesetzt

In einer Fragebogenaktion konnten Mittelneufnacher und Reichertshofer Bürger ihr Interesse an einer Nahwärmeversorgung konkretisieren. Beim jüngsten Energiestammtisch stellte Organisator Oliver Strahl das Ergebnis anhand einer Karte vor: „Es kristallisieren sich mehrere Schwerpunkte heraus, bei denen sich aufgrund der Lage eine Nahwärmeleitung lohnen würde.“

Zwei Projekte stehen jetzt vor der Verwirklichung. Die Biogasanlage von Albert Angele könnte zwölf Anlieger mit Nahwärme versorgen. Stefan Wenger stellte bis Ende 2016 eine Nahwärme-Hackschnitzelheizung auf dem Wengerhof für das angrenzende Wohngebiet „Im Espele“ in Aussicht.

Unter den Gästen des Energiestammtisches begrüßte Oliver Strahl auch Markus Hertel, Projektmanager des Bifa Umweltinstituts in Augsburg. Als Leiter der Kreisenergiewerke (KEW) unterstützt er Projektgruppen wie die in Mittelneufnach. Eine Erstprüfung von Wärmenutzung zeigte für die Biogasanlage Angele in Mittelneufnach eine wirtschaftliche Realisierungschance.

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Kreisenergiewerke unterstützen die Vorhaben

Hertel erklärte dazu: „Grundsätzlich wollen die KEW mit ihrer Kompetenz und finanzieller Unterstützung regenerative Energien fördern. In gemeinsamen Projekten mit Bürgern und Gemeinden soll die Energiewende im Landkreis umgesetzt werden. Sie beteiligt sich dabei aber nicht am operativen Geschäft, das heißt, den Betrieb müssen Bürger oder der Betreiber selbst bewerkstelligen Dabei können die KEW jedoch als Gesellschafter Investitionen mit übernehmen und wirtschaftliche Sicherheit geben. Insbesondere in der Anfangsphase schafft dies Vertrauen und minimiert Risiken.“

Hertel riet den Bürgern: „Beteiligen Sie sich, bringen sie größtmögliche Transparenz in das Objekt, das die Bürger vor Ort sicherlich verbindet. Bei den momentan guten Kreditbedingungen ist so ein Projekt mehr als konkurrenzfähig und amortisiert sich in relativ kurzer Zeit.“

Ein Energieteam macht sich jetzt an die Gestaltungsphase und wird sich mit den betroffenen Bürgern zusammensetzen. Dabei sollen Realisationsmöglichkeiten und Kalkulationsmodelle ausgearbeitet werden. "Kommentar Seite 1

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