1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Objektive Kritik sucht man oft vergebens

Objektive Kritik sucht man oft vergebens

Objektive Kritik sucht man oft vergebens
Kommentar Von Michael Lindner
16.01.2019

Immer häufiger werden Menschen wie Angler, Jäger und Landwirte im Internet persönlich beleidigt. Ein gefährlicher Trend.

Einem Wehringer Angler ist der große Fang gelungen; mindestens genauso groß ist die Kritik, die auf den 31-Jährigen in sozialen Netzwerken einprasselt. Kritische Meinungen und Anregungen sind im Normalfall gut und wichtig. Doch im Internet ist leider ein gefährlicher Trend zu beobachten: Statt sich mit einem Thema objektiv und konstruktiv auseinanderzusetzen, wird häufig mit Parolen um sich geworfen oder gar einzelne Menschen oder Gruppen beschimpft und beleidigt.

(Fast) niemand tötet Fische aus Spaß

Mal sind es Angler, die Fische angeblich aus Spaß töten; mal sind es Jäger, die als „Bambi-Mörder“ ihr Unwesen treiben; und ein anderes Mal sind es Landwirte, die den Boden mit Dünger verpesten und ihr Vieh grausam behandeln. Dass so etwas tatsächlich vorkommt, ist zum Glück die Ausnahme. Deshalb alle über einen Kamm zu scheren, ist übertrieben und falsch.

Im Fall des Anglers gab es rechtlich gesehen beispielsweise gar keine andere Möglichkeit, als den Hecht zu töten, da das Zurücksetzen ins Wasser verboten ist. Und selbst wenn nicht. Die Kritik wäre vermutlich noch größer, wenn nur aus Spaß Fische gefangen, sie unnötigem Stress ausgesetzt und anschließend verletzt wieder ins Wasser zurückgesetzt würden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Lesen Sie hier den Artikel zum Wehringer Rekordfang: Rekordfang: Riesiger Hecht misst mehr als einen Meter

Lesen Sie dazu auch die Reaktionen und die rechtliche Situation auf den Fang: Anfeindungen wegen des gefangenen Riesen-Hechts

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren