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Bobingen

04.04.2016

Tablet-Computer hilft im Unterricht

Zusammen mit einem Beamer lässt sich das iPad auch als Projektor benutzen.
Bild: Singold-Grundschule

An der Singoldschule macht das iPad schon in neun von zwölf Klassen den Lehrstoff anschaulich. Wie die Geräte den Schulalltag verändern.

Um an ihrer Schule dieser Forderung nachzukommen, hat sich die findige Rektorin deshalb etwas einfallen lassen. Bereits im Schuljahr 2013/14 wurden aus eigenen Mitteln drei Klassen mit einem Medienwagen ausgerüstet. Dieser enthält einen Tablet-Computer, Beamer, Tablet-Stativ, Lautsprecher und einen WLAN-Router. Die Kosten belaufen sich pro Wagen auf rund 1500 Euro. Damit können Lehrer und zum Teil auch Schüler im Unterricht arbeiten und die Kinder schrittweise an die moderne Technik heranführen.

Das Tablet ist täglich Bestandteil des Unterrichts

Klassenleiterin Lisa Unger ist von dem Medienwagen richtig angetan. „Dadurch, dass ich ihn immer im Klassenzimmer habe, nutze ich die Geräte auch“, sagt sie und gibt zu. „Wenn ich jedes Mal erst im Medienraum nachfragen müsste, ob ich das iPad haben kann, würde ich es viel weniger hernehmen.“ So ist das Tablet mindestens einmal täglich Bestandteil des Unterrichts. Auch wenn das Gerät nur dazu dient, mit seiner Kamera ein Blatt Papier oder ein Heft zu erfassen und vom Beamer groß an der Wand darzustellen. Die Elterngeneration hatte Ähnliches erlebt, allerdings mit aufwendig vorbereiteten Folien und schwerem Projektor. Doch die neuen Medienwagen haben noch weit mehr Potenzial durch Zugriff auf Lehrinhalte via Internet.

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Für die Kinder ist der Umgang mit modernerem Gerät mittlerweile normal, trotzdem freut sich der kleine Leon, dass „Frau Unger dann nicht immer alles aufschreiben muss.“ Und Tahir findet es toll, dass mithilfe des iPads alle Kinder seinen Hefteintrag sehen können. Die Klasse ist begeistert, wenn Lisa Unger das Tablet rausholt. „Es motiviert die Kinder“, hat die Lehrkraft beobachtet. Und es verändert den Unterricht, wenn man ein gelungenes Bild, einen schönen Hefteintrag oder eine tolle Präsentation gleich fotografieren und allen Kindern zeigen kann.

„Bücher und Hefte bleiben uns trotzdem erhalten“

Rektorin Gabriele Glockner findet es wichtig, den Schülern auch aufzeigen zu können, dass mit dem Tablet nicht nur gespielt, sondern auch gearbeitet werden kann. Sie betont trotzdem: „Das ist nur eine Unterrichtsmethode – Bücher und Hefte bleiben uns trotzdem erhalten.“ Doch die neuen Unterrichtsmittel sind teuer. Da nach dem Testjahr die Resonanz bei Schülern und Lehrern so positiv war und die Lösung sogar im Junglehrermagazin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands BLLV als besonders beispielhaft dargestellt wurde, wurden drei weitere Medienwägen angeschafft.

„Aus den regulären Mitteln können wir aber nicht alle Klassen mit den neuen Medien ausstatten“, sagt Glockner. „Deshalb haben wir versucht, möglichst viele Partner mit ins Boot zu holen.“ Das sind die Stadt Bobingen, der Förderkreis der Grundschule und örtliche Firmen. Diese wurden nach den Faschingsferien angeschrieben und um Unterstützung gebeten. „Wir möchten jetzt konsequenterweise den letzten Schritt gehen und unsere Ausrüstung vervollständigen“, erklärt Gabriele Glockner. „In jeder Klasse soll ein Medienwagen zur Verfügung stehen.“ Unter dem Slogan „Mach 3 – drei mal schneller ans Ziel“, weil die Kosten für ausgewählte Anschaffungen auf drei Schultern verteilt werden, und mit einem kleinen selbst gebastelten Flieger zur Unterstützung wurde der Sachverhalt erklärt. Dank einiger Spender konnten bereits drei weitere digitale Ausrüstungen beschafft werden. Nun warten nur noch die letzten drei der insgesamt zwölf Klassen auf ihr iPad. „Es wäre toll, wenn wir zum neuen Schulstart im September alle Klassen mit einem Medienwagen ausgerüstet hätten“, hofft Gabriele Glockner. Dann können alle Klassen von der neuen Technik an der Singoldschule profitieren.

Lehrerin Lisa Unger zieht ein positives Fazit: „Das Tablet vereinfacht die Vorbereitungen für den Unterricht“, zählt sie auf. „Die Kinder sind als Mediendienst stolz darauf, die Technik aufbauen zu dürfen. Wir brauchen weniger Material an Papier oder Kopien, das spart Zeit und Geld und schont die Umwelt.“ Und man könne spontaner reagieren in einem modernen Unterricht an einer modernen Schule.

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