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Stauden

27.05.2015

Wo ist Platz für Windräder und Wanderer?

Ein Windrad bei Langerringen: Gibt es auch in den Stauden Platz für diese Art von Stromgewinnung?Symbolfoto: Axel Hechelmann

Der Naturparkverein will klären, wo Stromgewinnung möglich ist, und den Freizeitwert erhöhen.

Mickhausen  Der Naturparkverein der Westlichen Wälder will mit einem eigenen Gutachten Klarheit schaffen, wo in seiner Region Windparks denkbar wären und wo ihr Bau ausgeschlossen bleiben muss. Das hat er bei der jüngsten Mitgliederversammlung in Mickhausen beschlossen. Und noch ein Thema steht auf seiner Agenda: Ein Angebot, welches dem interessanten Potenzial an Wandertourismus angesichts eines Mangels an Unterkünften einen Ausgleich schafft.

Diskussion um Windparks

Kontrovers werden seit längerem die Errichtung von Wandkraftanlagen im Naturpark diskutiert, sagt Geschäftsführer Werner Platteder. Zur Versachlichung und um für die Behörden objektiv ermittelte Abwägungsdaten bereitzustellen, hat der Naturparkverein die Erstellung eines Windkraftgutachtens beschlossen. Ziel ist es, aus Sicht des Naturparkvereins geeignete und verträgliche Standorte zu ermitteln, andererseits ungeeignete Bereiche frühzeitig auszuscheiden. Besonderes Augenmerk liegt - darin waren sich alle einig - auf der Standortbündelung, um die Reduzierung von Landschaftsschutzgebieten im Naturpark zu minimieren. Die lebhafte Diskussion über die Vorgehensweise endete in der gemeinsamen Feststellung, dass dieses Gutachten eine wichtige Grundlage darstellen wird, der Regionalplanung aber nicht vorgreifen kann.

Nachholbedarf an Wegen

In seiner Erläuterung des Haushaltsplanes für 2015 legte Werner Platteder besonderes Augenmerk auf die Instandhaltung und Modernisierung der Infrastruktur für die Erholung im Naturpark: „Dieser Bereich ist in den letzten Jahren aus personellen und finanziellen Gründen etwas ins Hintertreffen geraten - dies soll in den nächsten Jahren bereinigt werden.“ Dabei gehe es besonders um die Optimierung der Themenwege. „Dabei setzen wir auf die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen und mit dem ReAL West, der auch Fördermittel von der Europäischen Gemeinschaft generieren kann“, sagte der Geschäftsführer.

Hütten für die Nacht

Ein besonderes Problem sei hierbei die oft fehlenden Übernachtungsmöglichkeit an Wanderwegen. Platteder stellte hier die Schaffung von speziell kreierten Naturpark-Übernachtungshütten an geeigneten Standorten zur Diskussion. „Dies wäre ein wirkliches Herausstellungsmerkmal für unseren Naturpark“.

Daneben werden 2015 die regelmäßigen Arbeiten in der Landschaftspflege und in der Umweltbildung, aber auch Sonderausstellungen am Naturpark-Haus stattfinden. Die gerade eröffnete Ausstellung „tourdersinne“ ist dort bis Anfang August zu besichtigen.

Stellvertretende Geschäftsführerin Eva Liebig ging näher auf den Jahresbericht ein. Mit der Neu-Eröffnung des Naturpark-Hauses in Oberschönenfeld und der Feier des 40-jährigen Vereinsjubiläums mit Festakt und zahlreichen Veranstaltungen sei 2014 ein besonders ereignisreiches Jahr gewesen.

Fast 5000 Teilnehmer nutzten die Naturführungen. Im „Biodiversitätsprojekt Schmuttertal“, aber auch auf weiteren wichtigen Biotopen des Naturparks, konnten dank der staatlichen Förderung Pflegemaßnahmen umgesetzt werden. Dank der erfolgreichen Arbeit dürfe sich das Biodiversitätsprojekt Schmuttertal nun mit dem Qualitätssiegel „UN-Dekade für Biologische Vielfalt“ schmücken.

Weitere Themen in der Agenda 2014 waren die Nordic-Walking-Kleeblattläufe zugunsten der Kartei der Not, die Radwegbeschilderung in Nordschwaben und die Aktualisierung von verschiedenen Informationsmaterialien und Internet-Präsenzen. Für Landrat Martin Sailer in seiner Funktion als Vorsitzender des Naturparkvereins sind dies alles Gründe, die für eine erfolgreiche Arbeit der Geschäftsstelle sowie der Mitglieder und Mitgliedskommunen sprechen. (pit)

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