In Langeneufnach soll ein neuer Weg entlang der Neufnach entstehen. Wie er aussieht, wurde jüngst bei der Bürgerversammlung erklärt.
Bernhard Bronner vom Amt für ländliche Entwicklung sowie Bürgermeister Gerald Eichinger erläuterten anhand eines Planes den Verlauf des gut einen Kilometer langen Weges, der etwas südlich von der Erholungsmöglichkeit „Neufnach erleben“, die westlich des Rathauses liegt, bis zum Bahnhofsgelände errichtet wird. Zusätzlich soll dieser Weg auf dem bereits vorhandenen Feldweg zwischen der Raiffeisenstraße und der Weberstraße bis zum nördlichen Ortsende weitergeführt werden.
Probleme bei der Planung
Maßgeblich verantwortlich für die Planungen ist neben der Gemeinde die Teilnehmergemeinschaft „Dorferneuerung Langenneufnach“ und das Amt für ländliche Entwicklung. Bisher konnten durch diese Zusammenarbeit bereits die Umgestaltung der Schulstraße, die Freizeitanlage am Sportplatz und das Rathausumfeld in Langenneufnach umgesetzt und gefördert werden. Seit 20 Jahren bemühen sich die Beteiligten gemeinsam mit der Gemeinde, den Talaueweg zu realisieren. Die Umsetzung in verschiedenen Flurförderverfahren verzögerte sich immer wieder, lange gab es Probleme beim benötigten Grunderwerb und wegen der geplanten Reaktivierung der Staudenbahn musste geklärt werden, wie der Weg zum Bahnhofsgelände errichtet werden könne. Zudem verzögerten Artenschutzgutachten den Baubeginn. Beider Bürgerversammlung berichtete auch Vorstandsmitglied Franz Settele von der Teilnehmergemeinschaft über die Probleme während der Planungsphase.
Brücke über die Neufnach
Doch nun sind die Planungen endlich abgeschlossen. Über mehrere Zufahrtswege, die entweder bereits vorhanden sind oder nun neu errichtet werden, ist der Talaueweg künftig vom östlichen als auch vom westlichen Ortsbereich erreichbar. Zusätzlich wird für die Überquerung der Neufnach zwischen dem Zufahrtsweg Richtung Rathaus und dem Talaueweg eine Brücke aus Stahl mit Rostgitter, einem geschlossenen Belag für Tiere sowie einer Anfahrtsrampe errichtet. Hierfür muss allerdings eine Ausgleichsfläche geschaffen werden. Insgesamt kostet der Bau des Talaueweges 517.000 Euro zuzüglich 240.000 Euro für den Bau der Neufnachbrücke. Nächstes Jahr sollen die gesamten Bauarbeiten abgeschlossen sein.
Für Fußgänger und Radler geeignet
Teilbereiche des Weges, die in der Vergangenheit bei Starkregen stark überschwemmt wurden, erhalten eine Asphaltdecke. Ansonsten wird der Weg gekiest. „Für jede Fläche, die wir asphaltieren, brauchen wir Ausgleichsflächen. Deshalb verzichten wir darauf, zu viel Fläche des Talauewegs zu versiegeln“, erklärte Bürgermeister Eichinger. Größenteils ist der Weg zwei bis drei Meter breit und somit für Fußgänger als auch für Radfahrer geeignet mit Ausnahme eines Teilstücks, das aufgrund der Breite von 1,5 Meter nur Fußgängern künftig zur Verfügung stehen wird. Auf eine Beleuchtung des Weges soll, so Eichinger, verzichtet werden, um den Tieren nicht zu schaden. Denn im Grünland, in dem der Talaueweg errichtet werden soll, ist eine große Artenvielfalt vorhanden. Deshalb musste bei der Planung der Verlauf des Weges geändert werden, und zum Schutz für Eidechsen und Kröten werden mehrere Eidechsen- und Feuchtbiotope sowie vorübergehend Schutzzäune errichtet.
Allerdings gehen Naturschutzexperten davon aus, dass durch diese Zäune die Frösche daran gehindert werden, zur Neufnach zu gelangen. Daher müssen wiederum weitere Maßnahmen ergriffen werden, um den Fröschen einen Zugang zum Gewässer zu ermöglichen. Zum Schutz gegen Biber sollen außerdem Bibermatten in einem Teilbereich des Weges eingebaut werden. (karma)