Obermeitingen rüstet sich für die Zukunft. So steht die Vergabe von zehn Bauplätzen für Einfamilien- und Doppelhäuser im Rahmen der Erschließung des Baugebiets „BG Süd VI“ an der Lechfeldstraße kurz bevor. Eine der wichtigsten künftigen Aufgaben wird die Energiewende mithilfe von umweltschonenden Alternativen sein. Als „never ending story“ bezeichnete Losert während der Bürgerversammlung den geplanten Glasfaserausbau der Telekom im Gemeindegebiet.
Eine zuversichtlich stimmende Nachricht für Obermeitingens Zukunft gibt es bei den jungen Familien zu vermelden. „Die Geburtenzahlen haben sich in den letzten zehn Jahren sehr positiv entwickelt“, so Erwin Losert. Auch bei den Einnahmen gebe es einen positiven Trend, etwa bei der Einkommenssteuer. In den letzten drei Jahren war die Gemeinde in Bezug auf die verbuchte Gewerbesteuer ebenfalls auf einem guten Weg. Insgesamt geht der Ortsvorstand für 2023 von Einnahmen in Höhe von knapp 3.265.000 Euro aus.
Anhand von Grafiken machte der Bürgermeister die laufenden Ausgaben deutlich. Dazu zählen beispielsweise die Kreis-, Schulverbands- sowie die VG-Umlage für die Verwaltungsgemeinschaft. Für das Personal der Kita St. Mauritius sei ein jährliches Gehalt von 450.000 Euro zu bezahlen. Auch der Bauhof macht sich bei den regelmäßigen Kosten bemerkbar. Hinzu kommt die Tilgung gemeindlicher Kredite. Pro Kopf beläuft sich die Verschuldung derzeit auf rund 690 Euro. Im Moment, so Erwin Losert, besuchten 164 Kinder die Kita. Für Eltern sei dieses Angebot recht günstig, „umgerechnet auf die einzelne Betreuungsstunde kostet es weniger als einen Euro.“
Für den Obermeitinger Bauhof sollen 2024 neue Geräte angeschafft werden
Eine weitere, kommunal wichtige Einrichtung stellt der Bauhof dar. Hier wurden im laufenden Jahr keine größeren Investitionen getätigt. Für 2024 müssten jedoch die Kosten für mehrere Geräte eingeplant werden – insbesondere für Kommunalfahrzeuge, wie ein sogenanntes Multicar. Wie Losert im Rahmen der Bürgerversammlung weiter ausführte, gibt es bei der Freiwilligen Feuerwehr aktuell 40 Aktive. Gerade hätten Mitglieder ihre Leistungsprüfungen erfolgreich abgelegt.
Wie der Ortsvorsteher hinzufügte, seien der Umbau sowie die Erweiterung der Alten Schule „toll geworden“. Gebaut werden darf bald auch an der Lechfeldstraße: Im Zuge der Erschließung des BG „Süd VI“ entstehen auf einer Fläche von 1,2 Hektar zehn Bauplätze für Einfamilien- und Doppelhäuser. Die Vergabe erfolgt dabei nach zwei Richtlinien. So wird ein Teil gezielt an Familien abgegeben - bei einer kleineren Fläche wird hingegen vorrangig aufgrund sozialer Gesichtspunkte entschieden.
Glasfaserausbau durch Telekom gestaltet sich in Obermeitingen schwierig
Trotz vieler Anstrengungen vonseiten der Kommune gestaltet sich der Glasfaserausbau durch die Telekom weiter schwierig. Immerhin wurde in der Nachbargemeinde Untermeitingen bereits diesen Februar mit dem Projekt begonnen, „was sich jedoch hinzieht.“ Auch bei der Energiewende will Obermeitingen die Dinge ins Laufen bringen, bei der Umsetzung gebe es für bayerische Kommunen allerdings zahlreiche gesetzliche Vorgaben sowie Fristen einzuhalten. Losert rief die Anwesenden im Bürgersaal dazu auf, sich nach Möglichkeit persönlich an den entsprechenden Vorhaben zu beteiligen.
Besondere Aufmerksamkeit erfordere etwa die künftige Gewinnung von Windenergie. Windräder bedeuten eine besonders hohe Investition, machen sich jedoch auf längere Sicht bezahlt. Ebenfalls in Gründung befinde sich das Regionalwerk Lech-Wertach-Stauden, welches verschiedene Energieprojekte von Städten und Gemeinden im südlichen Landkreis umsetzen soll.
Ab Mitte Dezember läuft das „AktiVVo“-Angebot. Per App oder Telefon kann dann außerhalb der Busfahrzeiten ein Kleinbus „on demand“ bestellt werden. Smartphone-Fans können sich bereits seit einem Jahr die Lechfeld-App „Untermeitingen“ holen.