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Marius Kusch
17.04.2021

Drei Wochen Training unter der Sonne Teneriffas

Der Schwimmer Marius Kusch auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio.
Foto: Ng Han Guan, dpa

Im dritten Tagebuch-Eintrag geht es für drei Wochen ins Trainingslager nach Teneriffa. Dort arbeitete Marius Kusch am Feinschliff für die Wettkämpfe in Stockholm und Berlin.

Drei Wochen Trainingslager auf Teneriffa liegen hinter mir. Dort haben wir uns den Feinschliff für die anstehenden Wettkämpfe in Stockholm und Berlin geholt. Beide nehme ich sehr ernst, denn es geht für mich noch um das Olympiaticket über 100 Meter Freistil und die Plätze in den Olympiastaffeln. Im Training sind wir deshalb von der Belastung her schon etwas runter gegangen. In der klassischen Taperphase sind wir noch nicht, aber es ist schon deutlich weniger geworden. In Stockholm werde ich den ersten Anlauf nehmen, die Qualifikationszeit über 100 Meter Freistil zu schaffen. Die steht bei 48,5 Sekunden. Wenn es optimal läuft, schaffe ich die Zeit gleich da. Wenn nicht, versuche ich es eben in Berlin nochmal.

Neue technische Möglichkeiten im Strömungskanal

Ich fühle mich sehr gut. Das Training lief sehr gut. Es ist toll, dass wir hier ein paar andere Möglichkeiten für das Training hatten. In dem Trainingskomplex auf Teneriffa steht zum Beispiel ein Strömungskanal. In dem haben wir viel gemacht. Da gibt es zum Beispiel Headsets, die man sich während des Schwimmens aufsetzen kann. Mein Trainer David Marsh stand dann unten hinter der Glasscheibe und während ich geschwommen bin, habe ich live sein Feedback bekommen. Der sagt mir dann zum Beispiel, dass ich die Handstellung verändern oder nicht so lang gleiten soll.

Einfach mal testen, wie sich Weltrekord anfühlt

Den Strömungskanal haben wir dann zum Beispiel auch mal auf Weltrekordtempo eingestellt. Damit man einfach mal merkt, wie sich das anfühlt. Ich habe mir auch die 48,5 Sekunden eingestellt, aber auch schneller.

Insgesamt war es ein super Trainingslager. Wir sind vormittags gegen 10 Uhr das erste mal ins Wasser gegangen. Abends dann um 17 Uhr, dazwischen Krafttraining. Ansonsten musste ich mich hier um nichts kümmern. Wir hatten ein 50-Meter-Becken und ein 25-Meter-Becken zur Verfügung. Außer uns war noch die israelische Nationalmannschaft hier. Die haben das Trainingslager organisiert und unser Team Elite war quasi die Erweiterung. Wir hatten also mehrere Trainer da und einige gute Leute, mit denen wir mitschwimmen konnten.

Wie in Tokio: abends Vorlauf, morgens Finale

Wir haben das Trainingslager auch dafür genutzt, eine Trainingssimulation zu machen. In Tokio werden die Vorläufe abends und die Finals dann morgens sein. Also haben wir auch am Abend einen Vorlauf simuliert. Wir haben dann auch mal Koffein ein bisschen später genommen, um einfach mal zu testen, wie man mit diesem Rhythmus zurechtkommt. In Tokio muss ich es dann auch schaffen, nach dem Vorlauf wieder runterzukommen und gut zu schlafen. Das Coole war halt, dass am Anfang noch die polnische Nationalmannschaft da war. Gegen die sind wir dann einen Wettkampf geschwommen.

Lesen Sie hier weitere Teile der Serie:

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