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Transfer

03.01.2019

64 Millionen Euro

Christian Pulisic wechselt zum FC Chelsea nach London.
Bild: dpa

Borussia Dortmund kassiert viel Geld für Christian Pulisic. Das Geschäft rentiert sich aber nicht nur deshalb für Dortmund

Borussia Dortmund hat gleich zu Beginn der Winter-Transferperiode der Bundesliga für erste Schlagzeilen gesorgt. Mit dem Verkauf von Christian Pulisic an den FC Chelsea erlöst der Herbstmeister üppige 64 Millionen Euro, kann jedoch zumindest bis zum kommenden Sommer weiter auf die Hilfe des 20 Jahre alten Talents zählen. Zwar wird der US-Nationalspieler mit sofortiger Wirkung an den Premier-League-Klub transferiert, aber bis zum Saisonende ohne Gebühr ausgeliehen.

Der beim BVB ausgebildete Pulisic ist damit nach dem ehemaligen Dortmunder Ousmane Dembélé (FC Barcelona/105 Millionen Euro), dem früheren Wolfsburger Kevin De Bruyne (Manchester City/75 Millionen Euro) und dem einstigen Leipziger Naby Keita (FC Liverpool/70 Millionen Euro) der viertteuerste Profi, der aus der Bundesliga ins Ausland wechselt. Nach vielen vergeblichen Versuchen, Pulisic zu einer Verlängerung seiner bis 2020 datierten Zusammenarbeit zu bewegen, stimmte die BVB-Führung dem ungewöhnlichen Deal zu. „Es war immer Christians großer Traum, in der Premier League zu spielen. Das hat sicher auch mit seiner amerikanischen Herkunft zu tun und infolgedessen war es uns nicht möglich, seinen Vertrag zu verlängern, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. „Vor diesem Hintergrund haben wir uns dafür entschieden, ein – angesichts der geringen Vertragsrestlaufzeit – außerordentlich lukratives Angebot des FC Chelsea nun anzunehmen.“

Der Bitte der Briten nach einem Wechsel bereits in der Winterpause kam der Tabellenführer jedoch nicht nach. Schließlich soll die Chance auf die Meisterschaft nicht verspielt werden. Deshalb hatte Zorc bereits vor Wochen Transfers ausgeschlossen, die mit einer Schwächung des Teams in dieser Saison einhergehen. Der Sportdirektor hegt keine Bedenken, dass es Pulisic in der Rückrunde an Motivation mangeln könnte: „Christian Pulisic ist ein charakterlich einwandfreier Spieler. Ich bin sicher, dass er in den kommenden Monaten alles dafür tun wird, um seine große Qualität ins Team einzubringen und mit seinen Mannschaftskollegen Borussia Dortmunds sportliche Ziele zu erreichen.“

Mit dem Verkauf von Pulisic verliert der Revierklub erneut ein vielversprechendes Talent. Allerdings hatte der Außenstürmer seinen Stammplatz zuletzt an den erst 18 Jahre alten Jadon Sancho verloren. Gleichwohl empfindet Pulisic Dankbarkeit: „Ich wäre nicht dort, wo ich heute bin, ohne den BVB und sein Vertrauen in junge Spieler und ihnen eine Chance zu geben, sich auf so hohem Niveau wie dem der Bundesliga und auch der Champions League zu beweisen“, kommentierte er. Dem Vernehmen nach hat beim BVB die Suche nach einem Ersatz für Pulisic längst begonnen. Angeblich soll Thorgan Hazard die Lücke schließen. Der 25 Jahre alte Belgier steht bis 2020 beim Ligakonkurrenten Borussia Mönchengladbach unter Vertrag. Für BVB-Coach Lucien Favre ist Hazard kein Unbekannter: Beim Wechsel des Außenstürmers 2014 auf Leihbasis nach Mönchengladbach war der Schweizer sein Trainer. (dpa)

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