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Motorsport

28.06.2017

Bekommt Cortese-Team die Kurve?

Die Memminger Dynavolt-Mannschaft startet in der Moto2-WM mit der einzigen rein deutschen Besetzung. Doch die Ergebnisse fehlen. Am Sachsenring soll es besser laufen

Dem Dynavolt IntactGP-Team läuft langsam die Zeit davon. Seit 2013 ist die Mannschaft aus Memmingen ein fester Bestandteil der Motorrad-Grand-Prix-Szene. Bis heute setzt das Unternehmen auf deutschen Nachwuchs – bei den Fahrern wie bei den Mechanikern. Doch auch im fünften Jahr bleibt der große Erfolg bislang aus. Marcel Schrötter kommt als WM-13. zum deutschen WM-Lauf am Wochenende auf den Sachsenring, Sandro Cortese dümpelt nach bisher acht gefahrenen Grand Prix mit nur zehn Punkten auf dem 21. Rang herum.

Teamneuzugang Schrötter hat Cortese längst das Wasser abgegraben, obwohl es für ihn bei der Sachsenring-Generalprobe als Elfter beim Grand Prix in Assen am vergangenen Sonntag auch nicht optimal lief. Vor allem aber von Sandro Cortese aus Berkheim bei Memmingen, der am 8. Juli 2012 als erster Deutscher seit 41 Jahren den Sachsenring-Grand-Prix gewann und sich am Jahresende sogar als Weltmeister in der neuen Moto3-Klasse feiern lassen durfte, wird weitaus mehr erwartet. Mit der Gründung des Dynavolt IntactGP-Teams wurde dem heute 27-Jährigen der Aufstieg in die Moto2-WM ermöglicht. Nur seine Bilanz fällt mager aus: Bisher gab es für Cortese lediglich drei Podiumsplätze. In Assen stürzte er und blieb zum dritten Mal in Folge ohne Punkte. „Das Rennen so beenden zu müssen, ist sehr ärgerlich. Das ist mein bis jetzt größter Tiefpunkt“, sagte Cortese.

2017 wechselte sein Team den Fahrwerkshersteller und stieg als eines von wenigen von Kalex auf Suter um. In der Hoffnung, durch die Exklusivstellung Vorteile zu haben. Jürgen Lingg, einer der drei Teameigner und Technischer Leiter: „Die bisherigen Ergebnisse hängen mit Sicherheit nicht mit dem Motorrad zusammen.“ Während Schrötter immerhin Fortschritte macht, bleibt der Deutsch-Italiener Cortese ein schwieriger Fall. „Sein Leistungstief hat sich schon 2016 angekündigt“, sagt Lingg und ergänzt: „Wir wissen noch nicht, wie es mit ihm weitergeht. Auf jeden Fall muss ganz schnell etwas passieren, sonst sieht es schlecht für ihn aus.“

Dass sich das Team zurückziehen könnte, ist kein Thema. „Wir haben gültige Sponsorenverträge bis 2020. In welcher Klasse, mit welchem Motorrad und mit welchen Fahrern wir antreten, ist ein anderes Thema“, betont Lingg. „In der Sommerpause werden wir entscheiden“, präzisiert Dynavolt-Mitinhaber Stefan Keckeisen. (dpa, br)

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