1. Startseite
  2. Sport
  3. Freitag gewinnt, Freund wird Dritter

Wintersport

10.03.2013

Freitag gewinnt, Freund wird Dritter

Die deutschen Skispringer präsentieren sich kurz vor Ende der Saison in Top-Verfassung. Richard Freitag und das Team haben ihre jeweiligen Wettbewerbe in Lahti gewonnen.
Bild: dpa

Die deutschen Skispringer präsentieren sich kurz vor Ende der Saison in Top-Verfassung. Richard Freitag und das Team haben ihre jeweiligen Wettbewerbe in Lahti gewonnen.

Richard Freitag brüllte seine Freude über den dritten Weltcupsieg seiner Karriere mit einem langgezogenen "Jaaaaa" heraus, dann lag er sich mit dem drittplatzierten Severin Freund in den Armen. 24 Stunden nach dem überlegensten Team-Triumph seit einer gefühlten Ewigkeit lieferten Deutschlands Skispringer beim Weltcup in Lahti am Sonntag auch im Einzel eine erstklassige Flugshow ab. "Das war eine tolle Geschichte. Ich bin glücklich und zufrieden", sagte Bundestrainer Werner Schuster über das perfekte Wochenende mit zwei Erfolgen.

Erfolg hilft, Stabilität zu bekommen

Mit 126,5 und 128,5 Metern verwies Freitag den Norweger Anders Bardal um 7,3 Punkte auf Rang zwei. "Die Sprünge waren sehr gut. Ich bin happy", meinte der Sachse. Nach zwei sechsten Plätzen im Einzel bei der WM unterstrich er erneut seine Weltklasse und deutete einmal mehr seine Möglichkeiten für die Zukunft an. "Es lief wie geschmiert. Richard hat einen großartigen Wettkampf gemacht", lobte Schuster und fügte hinzu: "Jeder Erfolg hilft, die nötige Stabilität für dauerhafte Spitzenleistungen zu bekommen."

Vier Deutsche in den Top 15

Freitags Zimmerkollege Freund glänzte ebenfalls und teilte sich nach zwei Sprüngen auf 124 Meter den dritten Platz mit dem punktgleichen Anders Jacobsen aus Norwegen. "Er hat hier die besten Sprünge seit Wochen gemacht", frohlockte Schuster nach Freunds Leistungssteigerung. Der Chefcoach konnte sich zudem über Rang zehn für Michael Neumayer und den 13. Platz von Andreas Wank freuen. "Das ist ein sensationelles Ergebnis. Wir haben dort weitergemacht, wo wir gestern aufgehört haben", stellte Freund am Sonntag mit einem breiten Grinsen fest.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Im Team die Konkurrenz deklassiert

Im Mannschaftswettbewerb hatten die deutschen Ski-Adler die Konkurrenz förmlich deklassiert. Wank, Neumayer, Freund und Freitag sammelten am Samstag 1079,5 Punkte und distanzierten die zweitplatzierten Norweger um 40,7 Zähler - umgerechnet mehr als 20 Meter. Dritter wurde Polen, Weltmeister Österreich landete nur auf Rang vier. Für das DSV-Quartett, das vor einer Woche in der selben Besetzung WM-Silber gewonnen hatte, war es der zweite Saisonsieg nach dem Erfolg in Kuusamo Ende November.

Der Niederbayer Severin Freund vom DJK Rastbüchl gewann in der Saison 2012/2013 das Auftaktspringen in Lillehammer. Auch bei der Tournee hat der 25-Jährige noch Chancen auf einen Podestplatz.
8 Bilder
Die deutschen Skisprung-Adler in der Saison 2012/2013
Bild: dpa Picture Alliance

Besser als im Training

"Kompliment an die Mannschaft. Alle haben Vollgas gegeben und tolle Sprünge gezeigt", lobte Schuster seine Schützlinge. "Man hat gesehen, wozu wir in der Lage sind. Schön, dass wir gewonnen haben und nicht wieder Zweiter geworden sind", sagte Startspringer Wank. Routinier Neumayer, der ebenfalls eine sichere Bank war, zeigte sich dennoch ein wenig überrascht: "Wir haben nicht erwartet, dass es so super läuft, weil wir im Training ein Stück von der Spitze weg waren. Aber wir sind es lässig angegangen und haben gezeigt, dass wir in der Vorwoche nicht zu Unrecht WM-Silber gewonnen haben."

Freund bester Deutscher im Team

Bester Mann war Freund, der bei den Titelkämpfen in Val di Fiemme nicht restlos überzeugt hatte. Im Finale lieferte der Bayer mit 131 Metern den weitesten Flug des Tages ab. "Er hatte eine klare Idee und hat sie auch umgesetzt", erklärte Schuster. Schlussspringer Freitag hatte keine Mühe, den Sieg sicher nach Hause zu bringen. "Die anderen Jungs haben einen super Job gemacht. Wir können uns einfach nur freuen", meinte Freitag. Dieses Motto galt nach seinem Einzel-Triumph umso mehr. dpa/AZ

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren