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Zwei Zähne in einem Jahr verloren: Arsenal-Profi Gabriel Magalhães fehlt der Biss

Kommentar Von Johannes Graf
05.10.2021

Unglaublich, aber wahr. Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres verliert Gabriel Magalhães vom FC Arsenal einen Zahn. Was dahinter steckt.

Etliches im Leben ist vergänglich. Um diese Erkenntnis zu gewinnen, genügt ein kurzes Dasein als Erdenbürger. Sechsjährige wissen: Milchzähne sind nur vorübergehend Teil des eigenen Körpers, ehe sie sich von diesem loslösen. Mancher mag sein endgültiges Verschwinden verzögern, indem er sich in kleinen Holzkistchen begraben lässt. Letztlich ist er aber ebenso bedeutungslos wie jene Kollegen, die mit Karottenstückchen runtergeschluckt wurden.

Während der Verlust der ersten Beißer-Generation von kindlichem Stolz begleitet wird, gibt das Fehlen der zweiten Garde Anlass zur Sorge. Wächst schließlich nicht mehr nach. Wer also darauf verzichten will, sein Leben lang Smoothies, Suppe oder Austern zu schlürfen, sollte pfleglich mit seiner Kauleiste umgehen. Zweimal am Tag putzen ist ein Ansatz, mitunter aber nicht ausreichend.

Boxer und Eishockeyspieler ergreifen Sicherheitsmaßnahmen

Ein Boxer handelt fahrlässig, wenn er ohne Zahnschutz in den Ring steigt. Unermüdlich sollte der Glaube in eigene Abwehrkräfte nicht sein, selbst Weltmeister bekommen mal einen auf die Fresse. Ähnliches gilt für Eishockeyspieler. Welche Spuren eine Hartgummischeibe hinterlässt, die mit rund 170 Stundenkilometern im weißen Mäuerchen einschlägt, bedarf wenig Fantasie.

Eher selten ergreifen Fußballer Sicherheitsmaßnahmen zwischen Nase und Kinn. Wobei es in dieser Berufsgruppe durchaus Kandidaten gebe, die Vorsorge betreiben sollten. Innerhalb eines halben Jahres hat Gabriel Magalhães zum zweiten Mal während eines Spiels einen Zahn verloren. Noch kurioser: zum zweiten Mal gegen den gleichen Gegner. Die Partie zwischen Magalhães’ FC Arsenal und Brighton war längst abgepfiffen, als der 23-Jährige im zerfurchten Strafraum nach Überbleibsel der Karambolage mit Brightons Torhüter suchte. Und tatsächlich, der Brasilianer fand das Stückchen, das ihm gefehlt hatte.

Nun ließe sich über Lücken in der Abwehr, fehlenden Biss und zahnlose Tiger im Angriff spotten. Womöglich ist es weitaus ernster. Vor einigen Jahren belegte eine Studie, dass 80 Prozent der Premier-League-Kicker Karies und teils solche Zahnschmerzen hatten, dass sie ihre sportlichen Fähigkeiten beeinträchtigt sahen. Magalhães sollte also genau hinschauen, ob die braunen Stellen am Fundstück Dreck oder anderer Ursache sind.

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Vielleicht braucht er keinen Gebissschutz, sondern eine Zahnbürste.

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