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27.06.2017

Praktikant Klose

Der Fußball-Weltmeister geht den Trainerweg

Ein Foto mit Miroslav Klose steht beim Confed Cup in Russland hoch im Kurs. Der 39-Jährige ist immerhin der prominenteste Fußball-Weltmeister, den Bundestrainer Joachim Löw mit zum Testlauf für die WM 2018 genommen hat. Deutschlands Rekordtorschütze firmiert in Löws Trainerstab offiziell auch nach sieben Monaten weiterhin als Praktikant. Aber in der Praxis fungiert er inzwischen neben den Co-Trainern Marcus Sorg und Thomas Schneider sowie Torwartcoach Andreas Köpke als vierter Assistent.

Es zeichnet sich sogar ab, dass Klose auch im kommenden Jahr in Russland Löws Stab angehören wird. Das sei „absolut“ sein Wunsch, sagte der mit 16 Treffern erfolgreichste Schütze der WM-Geschichte. „Wir setzen uns nach dem Confed Cup mal zusammen und ziehen ein Fazit“, sagte Klose.

Das Ergebnis dürfte kaum negativ ausfallen. Als Praktikant wird Klose auch im Spielerkreis nicht wahrgenommen, sondern „ganz klar eher wie ein Co-Trainer“, wie Emre Can sagte. Als einstiger Weltklassestürmer ist er für die Angreifer zuständig. Das sind beim Confed Cup der Leipziger Timo Werner (21), der Gladbacher Lars Stindl (28) und der Hoffenheimer Sandro Wagner (29). Der Ex-Torjäger klassifiziert das Trio so. „Sandro Wagner ist der Gegenpart zu Mario Gomez. Das ist fast sein Bruder. Er bewegt sich gleich wie Mario, hat dessen Größe. Lars Stindl ist ein unheimlich schlauer Spieler, bewegt sich zwischen den Linien, sucht sich seine Räume, kann den Ball sehr gut halten und abschirmen, damit die anderen Spieler nachrücken können. Und Timo Werner hat so eine Dynamik, so eine Schnelligkeit, in die Tiefe zu gehen.“ Klose redet bereits wie ein Trainer. Im Trainerjob sieht er auch seine neue Berufung. „Das wird mein Weg sein.“ Den ersten Trainerschein hat er erworben, den nächsten will er im September angehen.

Halbfinale Deutschland – Mexiko, Donnerstag, 20 Uhr/ARD

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