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Beachvolleyball

21.02.2021

Sportbikini-Verbot in Katar: Beachvolleyball-Damen sagen Turnier ab

Karla Borger und Julia Sude (r) verzichten auf einen Start beim World-Tour-Turnier in Katar.
Bild: Christian Charisius, dpa (Archiv)

Deutschlands Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude dürfen beim Turnier in Katar keine Sportbikinis tragen. Das Duo sagt seine Teilnahme am Tunier ab.

Im März findet in der katarischen Hauptstadt Doha erstmals auch ein Turnier der Beachvolleyball World-Tour mit weiblicher Beteiligung statt. "Die Beach World Tour ist die international ranghöchste und wichtigste Serie im internationalen Beach-Volleyball", so der Deutsche Volleyball-Verband.

Knielange Hosen und Shirts statt Sportbikini

Nachdem bei den bisherigen Turnieren in Katar nur männliche Beachvolleyball-Teams antreten durften, ist es in diesem Jahr zum ersten Mal auch für Frauen möglich. Dabei gibt es nur einen Haken - eine vorgeschriebene Kleiderordnung. Wie der Spiegel  berichtet, sollen die Teams der Frauen statt mit den bisherigen Sportbikinis, in Shirts und knielangen Hosen das Turnier bestreiten.

Sportbikinis sind die normale Arbeitskleidung

"Wir wollen das nicht mittragen", erklärt das Duo aus Karla Borger und Julia Sude in einem Videotelefonat mit dem Spiegel. Man respektiere die Kultur des Austragungsortes, betonen die Beachvolleyballerinnen, könne aber diese Regelung schwer nachvollziehen. "Bei der Leichtathletik-WM 2019 sind die Sprinterinnen auch in ihrer normalen Arbeitskleidung zu ihrem Job angetreten", sagt Julia Sude.

Borger ergänzt: "Unser Sport ist verdammt anstrengend". Sie sagt weiter: "Wir sind es einfach nicht gewöhnt, bei solchen Temperaturen mit dieser Kleidung zu spielen." (AZ)

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21.02.2021

Wer Ausrichter eines Wettbewerbs ist, wird zwar als Gastgeber bezeichnet, hat sich aber um diesen beworben. Teil der Ausschreibung, sollten eigentlich auch die Bedingungen sein unter denen ein Sport/der Wettbewerb ausgeübt wird. Dazu gehören neben Größe des Spielfeldes etc. sicher auch die Sportkleidung. Und dann hat der Gastgeber diese zu akzeptieren oder von der Ausrichtung Abstand zu nehmen.

Besonders lächerlich sind die Attitüden insofern als die Leichtathletinnen bei der WM 2019 in Doha in knappesten Höschen sprinten springen und werfen durften. Da hat der Verband vermutlich im Vorfeld entsprechend Vorgaben gemacht.

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21.02.2021

Tja - man sollte sich schon den Gegebenheiten des Gastlandes anpassen, oder? Gilt doch auch für Urlauber. Auch wenns einem nicht passt - Sitten und Regeln sollten doch vorher bekannt sein.

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