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FC Augsburg

06.03.2018

Endlich wieder ein Lichtblick beim FC Augsburg

Jeffrey Gouweleeuw absolviert ein individuelles Trainingsprogramm.
Bild: Stefan Puchner, dpa (Archiv)

Ein Lichtblick beim FCA: Nach einigen Verletzungen kehrt nun ein Stammspieler wieder auf den Platz zurück - zumindest teilweise.

Es gibt also doch nicht nur Negativ-Nachrichten in diesen Tagen beim FC Augsburg. Am Montag hatte eine Untersuchung ergeben, dass sich Innenverteidiger Kevin Danso bei der 0:2-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim im rechten Sprunggelenk das Syndesmoseband angerissen hat. Dafür kehrte am Dienstag mit Jeffrey Gouweleeuw ein anderer Langzeitverletzter wieder auf den Trainingsplatz zurück. Allerdings nur in Joggingschuhen.

Für FCA-Trainer Manuel Baum ein kleines Zeichen, aber nicht mehr: „Die Entwicklung bei Jeff ist gut, doch gerade bei einer Innenbandverletzung sollte man kein Risiko eingehen. Vor der Länderspielpause wird er nicht zurückkehren.“ Die Pause, in der die deutsche Nationalmannschaft am 23. März gegen Spanien und am 27. März gegen Brasilien für die WM testet, ist ein häufig genanntes Etappenziel beim Augsburger Bundesligisten.

FCA-Trainer Baum: "Uns erwischt es gerade sauber"

Dann könnte vielleicht neben Gouweleeuw auch Stürmer Alfred Finnbogason wieder zurückkehren. Der vierte Langzeitverletzte, der frisch am Sprunggelenk operierte Raphael Framberger, wird in dieser Saison allerdings nicht mehr spielen. „Uns erwischt es gerade sauber“, sagte Baum dann Dienstag auch nachdenklich zur Verletzung von Danso.

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Normalerweise dürfte der längere Ausfall eines 19-jährigen Innenverteidigers und eines 22-jährigen Rechtsverteidigers wie Framberger in einer Bundesligamannschaft nicht die große Rolle spielen. Doch beim FC Augsburg tut es dies schon, spielten Danso und Framberger bis zu ihren Verletzungen zuletzt doch tragende Rollen. Denn der Bundesligist definiert seine Vereinsphilosophie so: „Unsere Idee ist es, gestandene Spieler in der ersten Reihe zu haben und junge Spieler hinten dran nachzuziehen“, erklärt Baum. „Probleme bekommt man, wenn zu viele gestandene wegfallen.“

Dazu zählen eben der erfahrene Innenverteidiger Gouweleeuw, 26, und Top-Torschütze (elf Treffer) Finnbogason, 29. Und als dann gegen Hoffenheim noch Mittelfeldspieler Jan Moravek, 28, verletzt passen und der so wichtige Flügelspieler Caiuby, 29, mit der fünften Gelben Karte pausieren musste, brach das sonst meist gut austarierte Mannschaftsgefüge zusammen.

Baum will darüber nicht jammern. Er sagt Sätze wie: „Ich sehe es als Herausforderung an, damit umzugehen. Wir müssen positiv bleiben. Wir haben in Dortmund gezeigt, dass wir auch richtig gute Leistungen bringen können.“ Er wirbt aber auch um Verständnis und verweist auf andere Teams: „Als ein Max Kruse in der Hinrunde in Bremen ausgefallen ist, haben die nur drei Punkte geholt.“ Und als Raffael in Gladbach fehlte, sicherte sich die Borussia gerade mal vier von 18 möglichen Zählern.

FC Augsburg hat in Rückrunde an Schwung verloren

Nun ist es ja nicht so, dass der FCA im freien Fall Richtung Abstieg unterwegs wäre, mit 32 Punkten steht er immer noch relativ gesichert im Mittelfeld. Aber nach der starken Hinserie hat der Tabellen-Zehnte in der Rückrunde deutlich an Schwung verloren. „Wir haben das Problem, dass die Leistungen in der Rückrunde zu sehr schwanken. Das hängt aber auch damit zusammen, dass Spieler mit langer Erfahrung fehlen und wir jetzt Spieler auf dem Platz haben, die jung oder in ihrem ersten Jahr als Stammspieler sind“, versuchte Baum das Auf und Ab nach der Winterpause zu erklären und fügte an: „Dass diese Schwankungen haben, ist für mich normal, und als wir in der Tabelle weiter oben standen, habe ich gesagt, dass sich unser Ziel für die Saison nicht ändert.“ Und das ist weiterhin der Klassenerhalt. Acht Punkte, so die Hochrechnung von Baum, fehlen noch.

Groß ändern will der Trainer trotz der Personalprobleme seine grundlegende Ausrichtung aber nicht. Er will eher eine Feinjustierung vornehmen. „Wir halten an dem fest, was wir bisher gemacht haben, wir müssen es einfach ein wenig an das Personal anpassen, das wir haben.“ Auch gegen Hoffenheim sei die Defensivarbeit in Ordnung gewesen. Nur im Spielaufbau müsse man die Bälle besser behaupten. „Dann kriegen wir das schon wieder hin.“

Vor der Bundesligapause hat der FCA noch zweimal die Gelegenheit dazu. Bevor Werder Bremen in die WWK-Arena kommt, muss Baum mit seinem Team am Samstag in Hannover antreten. Da könnte sich die Personalsituation ein wenig entspannen. Caiuby, der am Mittwoch mit Kopfschmerzen pausierte, ist gesetzt, Jan Moravek könnte nach seiner Muskelverletzung wieder ein Thema sein. Der drehte mit Gouweleeuw auch seine Runden, absolvierte aber auch einige Ballübungen – mit Fußballschuhen.

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