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FC Augsburg

18.11.2014

Markus Knackmuß, der Kapitän ohne Stammplatz

Markus Knackmuß war einst Kapitän des FCA.
Bild: Fred Schöllhorn

Markus Knackmuß war 2006 Spielführer der FCA-Mannschaft, die in die zweite Bundesliga aufstieg. Er kam allerdings nur selten zum Einsatz.

Nach der Länderspielpause wird es für den FC Augsburg wieder ernst. Am Sonntag (17.30 Uhr) steht das Südduell beim VfB Stuttgart auf dem Programm. In der Serie Sportgespräch unterhielten wir uns mit Markus Knackmuß, 40, der 2006 den FCA als Mannschaftskapitän zurück in die zweite Bundesliga führte.

Als der FCA 2006 nach 23 Jahren in den bezahlten Fußball zurückkehrte, waren Sie Kapitän der Mannschaft, doch einen Stammplatz hatten Sie nicht. Eine seltsame Konstellation.

Sie haben recht, das war für mich damals schon enttäuschend. Doch mit Abstand betrachtet, sehe ich die Entscheidung unseres damaligen Trainers Rainer Hörgl wesentlich gelassener. Wir hatten mit Patrick Mölzl und Marco Löring zwei junge Spieler, die auf meiner Position im defensiven Mittelfeld sehr gute Leistungen brachten. Das musste ich anerkennen.

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Nach dem Aufstieg haben Sie den FCA verlassen. Was waren die Gründe?

Es war mir klar, dass es für mich beim FCA in der zweiten Liga eng werden würde. Deshalb habe ich mich, wenn auch schweren Herzens, für einen Wechsel zu Dynamo Dresden entschieden.

Wenn der Abschied auch schmerzhaft war, was blieb bei Ihnen aus der Augsburger Zeit hängen?

Es war definitiv eine sehr schöne Zeit. Natürlich war es in der ersten Saison bitter, dass wir durch das Drama gegen Regensburg den Aufstieg verpasst haben. 28000 Zuschauer im Rosenaustadion. Wir führten 1:0, vergaben durch Okpala die große Chance zum 2:0 und verloren am Ende 1:2. Das war eine Erfahrung, die ich als Fußballer nicht mehr machen möchte.

Bestehen noch Kontakte nach Augsburg?

Mit dem damaligen Geschäftsführer Markus Krapf telefoniere ich ab und zu. Verbindung haben wir auch noch zu unseren ehemaligen Nachbarn, bei denen wir jedes Jahr in Augsburg Silvester feiern.

Was gab den Ausschlag für Ihren Wechsel nach Dresden, das damals auch in der Drittklassigkeit spielte?

Dort hat fast alles gepasst. Dresden ist eine Fußballstadt. Unsere Heimspiele besuchten 18000 Zuschauer im Schnitt. Allerdings hatte ich dort auch ein Negativerlebnis. Nach einer 0:1-Niederlage in Osnabrück wurden wir von rund 50 Hooligans empfangen. Zum Glück ging alles glimpflich aus.

Der Fußball lässt Sie nicht los. Sie sind immer noch für den FC Villingen 08 in der Oberliga Baden-Württemberg am Ball?

Das stimmt, allerdings nur noch als ziemlich zeitintensives Hobby. Beruflich arbeite ich als Abteilungsleiter bei einem Hersteller von Aluminium- und Zinkdruckguss. Sportlich ist es derzeit ziemlich stressig. Ich habe Ende der vergangenen Saison meine aktive Laufbahn eigentlich beendet und arbeite neben unserem Cheftrainer Martin Braun im Villinger Trainerteam. Doch dann hatte unsere erste Mannschaft personelle Probleme. Mittlerweile habe ich schon wieder zehn Spiele im Oberligateam absolviert.

Zurück nach Augsburg. Haben Sie schon mal ein Spiel in der neuen Arena besucht?

Leider noch nicht. Doch das Stadion passt zur positiven Entwicklung, die der FCA macht. Mit Trainer Markus Weinzierl habe ich in Regensburg zusammen gespielt. Er leistet hervorragende Arbeit.

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