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1860 München

16.10.2019

Sascha Mölders kündigt Ende der Profi-Karriere an: "Macht keinen Spaß mehr"

Sascha Mölders hat das Ende seiner Profi-Karriere angekündigt. Seinen im Sommer 2020 auslaufenden Vertrag beim TSV 1860 München wird er nicht verlängern.
Bild: Fotostand / Wagner

Exklusiv Der 34-jährige Stürmer ist Kult beim TSV 1860 München. Seinen auslaufenden Vertrag will Sascha Mölders nicht mehr verlängern: "Das Drumherum geht mir auf den Sack".

Sascha Mölders ist einer der beliebtesten Spieler in der Geschichte des FC Augsburg und auch bei seinem aktuellen Klub 1860 München Kult. Seit Januar 2016 geht der Straßenfußballer für die Löwen auf Torejagd. Wer Mölders aber noch im Trikot der Münchner sehen will, hat dazu nicht mehr viel Gelegenheit: Im Gespräch mit unserer Redaktion kündigte der 34-jährige Stürmer an, seine Karriere zu beenden.

Seinen im Sommer 2020 auslaufenden Vertrag will Sascha Mölders nicht verlängern. Der Grund sei das Drumherum im Profi-Fußball: "Es geht im Profibereich oft gar nicht mehr um den Fußball und das macht mir keinen Spaß mehr."

Sascha Mölders: Beim 1860 München ist "immer was los, jeden Tag"

Der Vertrag des Angreifers, der in der aktuellen Drittliga-Saison in elf Spielen auf zwei Tore und sechs Vorlagen kommt, läuft im Sommer aus. An Angeboten mangelt es nicht, wie Mölders betont: "Ich könnte zwar noch einige Jahre spielen, aber das ganze Drumherum geht mir, entschuldigen Sie die Ausdrucksweise, auf den Sack." Statt ums Kicken würde es immer öfter um das Geschehen abseits des Rasens gehen.

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Auch bei 1860 München geht es nicht immer nur ums Sportliche, Querelen zwischen Investor Hasan Ismaik und dem Vereinsvorstand bestimmen seit Jahren das Geschehen beim Deutschen Meister von 1966. Im Detail wollte Sascha Mölders nichts zur Lage bei den Löwen sagen, ließ aber durchblicken, dass ihm der Trubel auch beim eigenen Verein zuviel sei: "Es ist immer was los, jeden Tag."

Ab dem Sommer will Sascha Mölders in der Regionalliga als Spielertrainer arbeiten

Der gebürtige Essener, der seit seiner Zeit beim FC Augsburg in Mering (Landkreis Aichach-Friedberg) heimisch geworden ist, hat bereits konkrete Pläne für die Zeit nach der Profi-Karriere. Auch da soll es um Fußball gehen: "Ich werde irgendwo im Umkreis in der Regionalliga Bayern als Spielertrainer arbeiten. Es gibt schon zwei, drei lose Kontakte zu Vereinen. Im Winter werde ich beginnen, die notwendigen Gespräche zu führen", sagte Sascha Mölders im Gespräch mit unserer Redaktion.

Den Lehrgang zur DFB-Elite-Jugend-Lizenz will Sascha Mölders im kommenden Jahr absolvieren und im Anschluss auch die A-Lizenz erwerben, um in der Regionalliga trainieren zu dürfen. Dies könne aber auch während seiner ersten Saison bei einem neuen Verein geschehen. Trainer-Erfahrung im Amateur-Fußball hat Mölders bereits vorzuweisen: In der Saison 2016/17 trainierte er den SV Mering in der Landesliga Bayern Südwest, aktuell ist er für die A-Jugend des SV Mering zuständig.

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Sascha Mölders hört als Fußball-Profi auf - seine Karriere in Bildern
Bild: Uli Wagner (Archiv)

Zum FC Bayern wechselte Sascha Mölders nicht - wegen Daniel Bierofka

Beinahe wäre Sascha Mölders 2017 nach dem Abstieg der Löwen sogar beim Stadtrivalen FC Bayern gelandet. Dort hätte er für die 2. Mannschaft spielen sollen und nach dem Karriereende in den Trainerstab wechseln können. Für Mölders war dies aus mehreren Gründen aber keine Option: "Ich glaube, ich passe nicht in so ein Nachwuchsleistungszentrum rein. Ich bin sehe mich nicht als Laptop-Trainer, um das verkürzt darzustellen."

Weitaus wichtiger war für Mölders aber die Rivalität der beiden Münchner Clubs: "Ich bin kein Typ, der so schnell den Verein wechselt. Zudem ist die Rivalität zwischen den Löwen und den Bayern extrem. Das konnte ich nicht und ehrlich gesagt, ich bin nicht der Typ für den FC Bayern München. Zudem hätte ich Theater mit unserem Trainer Daniel Bierofka bekommen." (ötz, eisl)

Lesen Sie hier das gesamte Interview, in dem Sascha Mölders über seine Zeit beim FCA, die große Enttäuschung unter Trainer Weinzierl und das klärende Gespräch mit Manager Stefan Reuter spricht: Sascha Mölders: "Da war für mich klar, dass ich den FCA verlasse"

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