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Was, wenn das Beispiel Caiuby Schule macht..

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Kommentar Von Michael Stifter
05.07.2018

Immernoch gibt es kein Zeichen von FCA-Spieler Caiuby. Was wir von dem unprofessionellen Fußball-Profi lernen können. Eine Glosse.

Wahrscheinlich haben wir alle den Gedanken schon mal gehabt. Der Koffer ist gepackt, ein letztes Bier am Hotelpool oder auf der Berghütte. Und dann eben dieser Gedanke: Ach komm, wir bleiben einfach hier. Dummerweise haben solche spontanen Urlaubsverlängerungen in der Regel einen Haken: Daheim wartet irgendjemand. Die Frau, der Chef, der Nachbar, der die Katzen und die Schildkröte versorgt. Solche Banalitäten scheinen Caiuby Francisco da Silva nicht nachhaltig zu beeindrucken. Der Fußballer des FC Augsburg, den die Fans der Einfachheit halber „Kai-Uwe“ nennen, bleibt dann mal weg. Während seine Kollegen im Trainingslager schwitzen, gondelt er irgendwo in seiner Heimat Brasilien herum. Und wir müssen zugeben: Das ist zwar höchst unprofessionell, aber halt auch menschlich.

Nur, was wäre, wenn das Beispiel Caiuby Schule macht? Wenn die Kanzlerin all die lästigen Auslandstermine sausen lässt und stattdessen ein bisschen in den Südtiroler Bergen entspannt. Wenn die Schüler ununterrichtet im Klassenzimmer sitzen, weil der Lehrer noch ein paar Tage in den schottischen Highlands dranhängt. Wenn die Wurzelbehandlung dem spontanen Surfurlaub des Zahnarztes zum Opfer fällt. Wenn quasi jeder nicht macht, worauf er nicht Lust hat.

Wo kommen wir denn da hin? Jetzt werden Sie vielleicht sagen, dass diese Vorstellung doch ganz nett klingt. Weil unsere Politiker doch eh beweisen, dass eine Regierung nicht zwingend dauernd regieren muss. Weil das Schönste an der Schule ohnehin die Freistunden sind. Und so ein Zahnarzttermin... Na ja. Wir geben zu, da ist was dran. Deshalb endet dieser Artikel heute ausnahmsweise mal ganz spontan mitten im...

Caiuby fehlt den Augsburgern im Trainingslager. Der Brasilianer hat seinen Urlaub selbst verlängert. Foto: Peter Steffen
12 Bilder
Strand statt Trainingsplatz: Die Zuspätkommer unter den Fußballprofis
Bild: Peter Steffen (dpa)
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